„Das Publikum wird die Magie hautnah erleben“

Menschen / 30.01.2017 • 21:58 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Thommy Ten und Amélie van Tass (r.) sorgen auch für ausverkaufte Shows in Las Vegas. Fotos: Trae Patton/NBC
Thommy Ten und Amélie van Tass (r.) sorgen auch für ausverkaufte Shows in Las Vegas. Fotos: Trae Patton/NBC

Thommy Ten und Amélie van Tass machen mit zauberhafter Tournee in Feldkirch Halt.

Tanja Schwendinger

Feldkirch. Thommy Ten und Amélie van Tass aus Niederösterreich sind die Showsensation der Stunde – und das made in Austria. Die amtierenden Weltmeister der Zauberkunst und der Mentalmagie haben 2016 bei der Castingshow „America’s Got Talent“ nicht nur Heidi Klum und Co., sondern auch rund 16 Millionen Fans pro Sendung begeistert und wurden schließlich aus 100.000 Bewerbern Zweite. Es folgten ausverkaufte Las Vegas-Shows, im Dezember standen sie am Broadway auf der Bühne. Nun ist das Paar zurück in Europa und geht auf „Einfach zauberhaft!“-Tournee, die in Feldkirch Station macht.

Bei der Casting-Show „Die große Chance“ standet ihr zum ersten Mal gemeinsam auf einer Bühne. Vor Kurzem habt ihr den zweiten Platz bei „America’s Got Talent“ belegt. Wie fühlt sich das an, wenn der Bekanntheitsgrad auf einmal so enorm steigt?

Thommy: Wir machen immer noch das gleiche wie am Anfang und zwar das, was wir lieben, nur dürfen wir das nun vor einem riesigen Publikum machen. Es ist toll, wenn uns Leute auf der Straße ansprechen, weil sie uns toll finden. Wir hätten auch nie gedacht, dass wir es bei „America’s Got Talent“ bis ins Finale schaffen.

Wie kommen zwei Österreicher überhaupt in eine amerikanische Talenteshow?

Amélie: Wir wollten, dass uns auch das amerikanische Publikum besser kennenlernt. „America’s Got Talent“ war dafür die perfekte Plattform.

Ich nehme an, die Anfragen sind nach der TV-Ausstrahlung enorm gestiegen?

Thommy: Ja. Es ist schön, zu sehen, dass ist wir auch bei den Amerikanern so gut ankommen. Wir hatten anschließend Auftritte in Las Vegas und durften am Broadway in New York spielen. Die Häuser waren voll und die Leute begeistert. Ein tolles Gefühl.

Thommy, du hast mit zehn Jahren deinen ersten Zauberkasten bekommen. Hat es damit angefangen?

Thommy: Ja, genau. Da hat mich das Magie-Fieber gepackt und bis heute nicht losgelassen. Es ist schön, wenn man in einer Welt, wo man alles googeln und auf YouTube nachsehen kann, Menschen noch live faszinieren kann.

Magier und Zauberer gibt es wie Sand am Meer. Was ist euer spezielles Erfolgsrezept?

Amélie: Die Authentizität unserer Charaktere auf der Bühne. Wie versuchen individuell zu sein, man kann uns nicht kopieren. Alle Stücke, die wir machen, sind speziell auf uns zugeschnitten. Das Wichtigste ist, dass wir Spaß haben, das überträgt sich auch aufs Publikum.

Ihr zwei seid ja auch privat ein Paar. Ist das von Vorteil?

Thommy: Ja, wir finden schon. Wir können all unsere Momente gemeinsam erleben und man hat jemanden, mit dem man auch die stressigen Situationen meistern kann. Wir genießen das total.

Durch eure Kunst des Gedankenlesens fasziniert ihr Menschen auf der ganzen Welt. Was sagt ihr zu Skeptikern?

Thommy: Es gibt zwei Arten von Menschen, solche, die im Publikum sitzen und sich einfach mitreißen lassen und solche, die die ganze Zeit grübeln und googeln. Das ist völlig Okay für uns. Das Schöne an unserer Show ist, dass wir die Zuschauer immer mit einbeziehen und die Menschen die Magie hautnah erleben.

Amélie: Ich finde es gut,
dass es Skeptiker gibt. Das spornt uns an, die Menschen noch mehr zu faszinieren und sie aus der Reserve zu locken.

Was ist im Montforthaus in Feldkirch von euch zu sehen?

Amélie: Wir zeigen ein „Best of“ von all unseren Auftritten weltweit. Für diese Show,
die die größte in ganz Österreich ist, haben wir ein beeindruckendes Bühnenbild erstellt. Das Publikum wird die Magie in ihren Händen und Köpfen erleben. Wir freuen uns sehr.

Thommy Ten und Amélie van Tass sind am 10. Februar, 19.30 Uhr, im Montforthaus Feldkirch zu sehen.