Die Queen sitzt auch mit 91 noch fest im Sattel

20.04.2017 • 19:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Queen feiert ihren Geburtstag wie jedes Jahr im kleinen Kreis. Die traditionelle Geburtstagsparade „Trooping The Colour“ findet im Juni statt.
Die Queen feiert ihren Geburtstag wie jedes Jahr im kleinen Kreis. Die traditionelle Geburtstagsparade „Trooping The Colour“ findet im Juni statt.

Queen Elizabeth II. ist nun schon 65 Jahre Königin und erfreut sich noch immer bester Gesundheit.

London. Happy Birthday, Ihre Majestät! Heute wird Königin Elizabeth II. stolze 91 Jahre alt. Und noch immer nimmt sie zahlreiche Termine wahr. Falls sie die guten Gene ihrer Mutter hat und nicht schwer erkranken sollte, dürfte sie noch viele Jahre vor sich haben: Queen Mum wurde immerhin 101.

Und wie feiert Elizabeth ihren Geburtstag? „Wie immer“, heißt es aus dem Buckingham-Palast. Ihr zu Ehren wird es wieder Salutschüsse geben. Die traditionelle Geburtstagsparade „Trooping The Colour“ ist aber erst im Juni. Weil das Wetter eher schlecht ist auf der Insel, feiern britische Monarchen bei mehr Sonnengarantie.

Etwas kürzer getreten

65 Jahre sitzt Elizabeth nun schon auf dem Thron. Ein gutes Dutzend Premierminister hat sie kommen und gehen gesehen, angefangen mit Winston Churchill. Auch im hohen Alter ist die Queen pflichtbewusst und sitzt fest im Sattel – nicht nur auf dem Thron, sondern auch auf dem Rücken ihrer geliebten Pferde. Aber mittlerweile ist
sie etwas kürzer getreten:
Die Queen hat zumindest
einige Schirmherrschaften
an ihre Familie abgegeben – einige Hundert hat sie aber noch.

Die Briten lieben ihre Königin besonders jetzt, wo Unsicherheit durch den anstehenden Austritt aus der EU herrscht. Sie führt ihr Land seit Jahrzehnten unbeirrt durch alle Höhen und Tiefen.

„Die Queen ist immer eine unpolitische Frau gewesen und hat auf diese Art und Weise die Krone und ihr Amt gut durch alle Zeiten gerettet“, sagte der deutsche Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert. Und genau da unterscheidet sie sich von ihrem Sohn, Prinz Charles. Menschenrechtler, Biobauer, Klimaschützer – viele Briten finden Charles eigenbrötlerisch und als Thronfolger zu politisch. Als etwa der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zum Staatsbesuch nach London kam, blieb Charles dem Bankett fern. Das wurde als Protest gegen die Menschenrechtsverstöße in dem Land gedeutet.

Vorbereitungen für Todesfall

Schon seit mehr als 50 Jahren wird nach einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ geplant, was wer wann im Todesfall der Queen zu tun hat. Seit etwa 20 Jahren werde daran bis ins letzte Detail gefeilt. Inzwischen treffen sich die Beteiligten, darunter Armee und Regierungsvertreter, schon zwei- bis dreimal im Jahr, wie es heißt. Doch glücklicherweise erfreut sich die Queen recht guter Gesundheit.

Wichtiger als ihr eigener Geburtstag dürfte ihr aber ein anderes Datum in diesem Jahr sein: Am 20. November ist sie 70 Jahre lang mit ihrem Philip verheiratet. Er gibt ihr stets Halt, wie sie betonte. In ihren stattlichen Prinzen hatte sie sich bereits mit 13 Jahren verliebt.