Ein TV-Liebling und Frauenschwarm wird 50

08.05.2018 • 20:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Name ist Fluch und Segen zugleich: Hardy Krüger jr. mit seinem Vater, dem Schauspieler und Weltstar Hardy Krüger sen. APA
Der Name ist Fluch und Segen zugleich: Hardy Krüger jr. mit seinem Vater, dem Schauspieler und Weltstar Hardy Krüger sen. APA

Schauspieler Hardy Krüger jr. hofft auf Charakterrollen.

München Schauspieler Hardy Krüger jr. ist längst aus dem Schatten seines berühmten Vaters getreten. In mehr als 50 Filmen und Serien hat er schon mitgespielt. Aktuell steht er vor allem auf der Theaterbühne und hat jüngst seinen ersten Roman veröffentlicht. In eine bestimmte Schublade lässt sich der smarte TV-Star nicht gerne stecken. „Ich bin einfach ein unsteter Künstler-Kopf, der viele Wege versucht“, sagt er. Nur eine Sache auf Dauer, das sei ihm zu langweilig. Heute, Mittwoch, wird Krüger jr. 50 Jahre alt.

Sein bisheriges Leben? „Bewegt“, so der Schauspieler. Das gilt nicht nur für seine Karriere. Der gebürtige Schweizer musste vor rund sieben Jahren einen herben Schicksalsschlag hinnehmen. Sein Sohn Paul-Luca stirbt 2011 im Alter von acht Monaten am plötzlichen Kindstod. „Eine harte Zeit“, resümiert Krüger jr. Heute bezeichnet sich Krüger jr. selbst als glücklich. Glücklich mit Alice. Erst Ende März hatte der Frauenschwarm zum dritten Mal geheiratet. Die 40-Jährige tourt mit ihm nicht nur als seine Ehefrau auf der aktuellen Lesereise, sondern auch als PR-Managerin.

Vom Surfer zum „Bad Guy“

Selbst hatte er eine erfüllte Kindheit, berichtet Krüger jr. in seinem Blog. Er kommt in Lugano zur Welt, verbringt seine Jugend auf einer Farm in Tansania. Sein Vater ist Schauspieler Hardy Krüger (90, „Hatari!“). Der Name des Vaters: Fluch und Segen zugleich, findet Krüger jr.: „Man lebt wie unter einer Lupe – man muss alles besser, größer und schneller machen.“ Das sei eine Herausforderung. „Der Vorteil ist, dass ältere Fans meinen Vater noch kennen und den Junior auch mal auf der Bühne sehen wollen.“ Doch egal ob auf der Bühne, der Leinwand oder dem Bildschirm: Krüger jr. verkörpert oft „den Nice Guy“, wie er sagt. Etwa als Surfer in einer seiner ersten Serien „Gegen den Wind“ Mitte der 90er-Jahre. Oder als sympathischen Förster Stefan Leitner aus der ZDF-Erfolgsserie „Forsthaus Falkenau“ (2006–2013). Dabei könne sich Krüger jr. auch mal vorstellen, mehr Charakterrollen zu spielen, sagt er. Vielleicht sei das nun besser möglich. „Jetzt, wo man ein bisschen mehr Ecken und Kanten hat – und graue Haare –, kann das mit der Charakterrolle auch mal klappen.“