Cesar Sampson: „Es war ein perfekter Abend“

13.05.2018 • 19:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Cesar Sampson wurde von seinen Fans gestern mit Rosen am Flughafen erwartet. apa
Cesar Sampson wurde von seinen Fans gestern mit Rosen am Flughafen erwartet. apa

Er errang für Österreich einen herausragenden 3. Platz beim 63. ESC.

wien Seine Nacht war kurz: Nur knapp zwölf Stunden nachdem er beim 63. Eurovision Song Contest in Lissabon den hervorragenden dritten Platz ersungen hat, ist Österreichs ESC-Held Cesar Sampson wieder in der Heimat angekommen. Sonntagmittag landete er mit der rot-weiß-roten Delegation am Flughafen Schwechat und wurde von einigen Fans mit Rosen erwartet. Für ihn war es jedenfalls ein „perfekter Abend“.

„Super Bestätigung für uns“

Den dritten Rang habe er „gefeiert wie den ersten Platz“, sagte Sampson nach seiner Ankunft vor Journalisten. „Es ist eine super Bestätigung für unsere harte Arbeit und unsere Team-Bemühungen.“ Dabei war der Sänger vor dem Finale noch als Außenseiter gehandelt worden und wurde von kaum jemandem zu den Favoriten gezählt. Letztlich hat er sich mit seiner Performance in Portugals Hauptstadt aber besser geschlagen, als viele erwartet haben.

Sogar die zwischenzeitliche Führung nach dem Juryvoting hat herausgeschaut – „ein Teilsieg“, wie Sampson selbst sagte, der geduldig Selfie-Wünsche der Anhänger am Flughafen erfüllte.

Die spannende Entscheidung, bei der er schlussendlich nur noch von Israels Netta („Toy“) und Zyperns Eleni Foureira („Fuego“) überholt wurde, lockte auch viele Song-Contest-Begeisterte vor die Bildschirme. Seine Darbietung von „Nobody But You“ sahen im Schnitt 928.000 Zuschauer, teilte der ORF am Sonntag in einer Aussendung mit.

Somit kannte der 63. Song Contest letztlich viele Gewinner: Denn während das gute Abschneiden von Sampson, der es mit 342 Zählern auf das Treppchen schaffte, eher eine Überraschung war, wurde Netta ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht und setzte sich gegenüber der ebenfalls hoch gehandelten Foureira durch. Denkbar knapp, nämlich genau zwei Zähler hinter Sampson, landete der deutsche Kandidat Michael Schulte, der mit der seinem toten Vater gewidmeten Nummer „You Let Me Walk Alone“ Rang vier holen konnte.

Auch einen Aufreger gab es beim diesjährigen ESC: Die britische Kandidatin SuRie wurde bei ihrer Darbietung jäh unterbrochen, als ein Mann die Bühne stürmte und ihr das Mikrofon entriss. Er wurde aber rasch überwältigt, woraufhin die Sängerin weitermachen konnte.

Insgesamt durften sich die Veranstalter und Kandidaten über einen gelungenen Wettbewerb freuen, der das maritime Motto „All Aboard!“ zwar eher spaßbefreit umsetzte, dafür aber eine ordentliche musikalische Bandbreite zu bieten hatte. Von Metal (AWS aus Ungarn) bis zur Liedermacher-Ballade (Ryan O‘Shaughnessy aus Irland) war alles dabei. Man darf gespannt sein, was kommendes Jahr in Israel geboten wird, wohin der ESC-Tross nun als nächstes zieht.