Und schon warten die royalen Pflichten

Menschen / 21.05.2018 • 22:18 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Kensington-Palast in London hat gestern die ersten offiziellen Hochzeitsfotos von Prinz Harry (33) und Herzogin Meghan (36) veröffentlicht. kensington palace/alexi lubomirski
Der Kensington-Palast in London hat gestern die ersten offiziellen Hochzeitsfotos von Prinz Harry (33) und Herzogin Meghan (36) veröffentlicht. kensington palace/alexi lubomirski

Eine Pause nach der Trauung gönnen sich Meghan und Prinz Harry nicht: Auf Hochzeitsreise geht es erst später.

london Erst die Arbeit, dann die Flitterwochen: Drei Tage nach ihrer Trauung erfüllen Prinz Harry und Meghan schon ihre ersten royalen Pflichten als Ehepaar. Sie nehmen heute an einer Gartenparty des Buckingham-Palasts in London teil. Anlass ist der 70. Geburtstag von Prinz Charles im November.

Flitterwochen-Ziel geheim

Erst nach dem Termin könnte es für das Paar in die Flitterwochen gehen. Das Ziel der möglichen Reise hält der Palast geheim – britische Medien tippen auf Namibia oder Botsuana. Harry (33) und Meghan (36) sind Afrika-Fans und verbrachten dort schöne Stunden miteinander. „Wir kampierten unter den Sternen“, schwärmte Harry einmal.

Die Herzogin von Sussex – so lautet Meghans offizieller Titel – setzt sich künftig im Namen des Königshauses wohl vor allem für die Rechte von Frauen ein. „Ich bin stolz, eine Frau und Feministin zu sein“, wird sie neuerdings auf der Website der Royals zitiert. Ihre Erfolge als Schauspielerin („Suits“) werden dort nicht erwähnt.

In der dort kurz nach der Hochzeit eingestellten Biografie wird ihr bisheriges soziales Engagement vorgestellt: So protestierte Meghan bereits als Elfjährige – mit Erfolg – gegen frauenfeindliche Sprüche in einer US-Werbung für Spülmittel. Als Jugendliche half sie jahrelang in einer Suppenküche für Arme in Los Angeles. Auch im Namen der Vereinten Nationen kämpfte sie für Frauenrechte. Harry und Meghan kehrten am Sonntag wieder nach London zurück.

Sie waren am Tag zuvor in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor getraut worden – im Beisein von 600 Gästen. Darunter waren viele Prominente aus dem Showbiz und Sport, etwa George und Amal Clooney, David und Victoria Beckham und Tennisstar Serena Williams. Auch Superstar Elton John zählte zu den Gästen. Der 71-Jährige soll bei einem Empfang der Queen am Samstagnachmittag einige mit einem kleinen Konzert zu Tränen gerührt haben. Der Sänger war mit Harrys Mutter Diana befreundet, die 1997 bei einem Autounfall ums Leben kam.

Meghan selbst soll eine bewegende Rede auf dem Hochzeitsfest gehalten haben. Zum Schluss sagte sie britischen Medien zufolge zu Harry, den sie auf einem von einer Freundin eingefädelten Blind Date kennengelernt hatte: „Ich habe meinen Prinzen gefunden.“ Die Hochzeits­party mit 200 Gästen im Frogmore House auf dem Schlossgelände soll bis 2 Uhr (Ortszeit) nachts gegangen sein. Einige Gäste hätten dann in einem Hotel in London bis Sonntagmorgen weitergefeiert, berichtete die Nachrichtenagentur PA.

Bei dem von Thronfolger und Biobauer Prinz Charles ausgerichteten Abendempfang im Frogmore House gab es Medienberichten zufolge ein ziemlich gesundes Dinner – gegen Mitternacht hätten sich die Partygäste dann auf Burger und Zuckerwatte gestürzt. Zwischendurch war ein gigantisches Feuerwerk über Windsor zu sehen. Eine Palast-Sprecherin wollte sich nicht zu Details der Party äußern.

Als einzige Verwandte Meghans war Mutter Doria Ragland (61) dabei. Vater Thomas Markle (73) hatte zuvor mit gestellten Paparazzi-Fotos für einen Eklat gesorgt und wegen einer Herz-Op abgesagt.

Mehr als 100.000 Besucher aus aller Welt feierten das Paar frenetisch, als es nach der Trauung in einer offenen Kutsche durch die Straßen von Windsor fuhr. Die Besucher – etwa aus den USA, Mexiko, Kanada und Indien – hatten während der Übertragung des Gottesdienstes Lieder aus der Kirche mitgesungen und sich umarmt. Viele waren zu Tränen gerührt. Für die Briten war die Hochzeit eine willkommene Abwechslung in Zeiten von Brexit und allgemeiner Terrorangst.

Moderne Ära angebrochen

Viele Kommentatoren in Großbritannien waren sich einig, dass mit der Hochzeit von Harry und Meghan eine modernere Ära für das Königshaus angebrochen sein könnte: hin zu mehr Offenheit und noch mehr sozialem Engagement. Dazu passt auch, dass Meghan später mit einem Ring an der Hand gesehen wurde, den einst schon Harrys Mutter Diana trug.