Miss Vienna verliert Krönchen – Wahl wird wiederholt

Menschen / 29.04.2019 • 20:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Wien Die 23-jährige Beatrice Körmer wurde am Donnerstag, dem 25. April, zur schönsten Frau Wiens gewählt. Doch schon während der Wahl im Club Schwarzenberg gab es Buhrufe. Im Vorfeld bereits hatte es Vorwürfe von Schiebung und Manipulation gegen die „Miss Vienna“-Veranstalterin Agnes Goebel gegeben.

Verträge gekündigt

Am späten Sonntagabend zog der Lizenzgeber, die „Miss Austria Corporation“, die Konsequenz und erkannte Körmer den Titel ab. Zudem wird die Wahl zur Miss Vienna im Mai wiederholt. Außerdem löste die Miss Austria Corporation (MAC) „aufgrund Hinweise und der aktuellen Rufschädigung“ die Verträge mit der Agnes Goebel, der Lizenzinhaberin von Wien, Niederösterreich und Burgenland, auf. Die Corporation will künftig dafür sorgen, dass die Wahlen „strengsten Kriterien“ unterliegen, wie eine Sprecherin der APA sagte. Sogar der Ex-Politiker Peter Westenthaler mischte sich mit einem emotionalen Facebook-Posting in die Debatte ein – seine Tochter nahm ebenfalls am Wettbewerb teil.

„Da für uns als Miss Austria Corporation die absolute Chancengleichheit aller Kandidatinnen oberste Priorität hat, werden wir für diese Neuaustragung der Miss-Vienna-Wahl eine neue, absolut unabhängige Jury installieren“, hieß es in einem Statement der MAC-Chefs Jörg und Kerstin Rigger. Grund dafür sind Vorwürfe der allzu großen Nähe zu Millionär und Körmer-Freund Heimo Turin, früherer Macher der legendären Ulmer-Hütte am Arlberg, gegenüber Agnes Goebel und einigen Juroren.

Ob die amtierende Miss Vienna bei der Wahl überhaupt antreten darf, wurde am Montag noch geprüft. Den anderen Teilnehmerinnen steht die erneute Teilnahme aber ebenso offen wie neuen Kandidatinnen. Ein genaues Datum oder ein Ort stehen noch nicht fest.

Vorwürfe im Burgenland

Die Titel der bereits gewählten Miss Niederösterreich und Miss Burgenland, für die die mit den Anschuldigungen konfrontierte Frau ebenfalls die Lizenzen hatte, bleiben vorläufig aufrecht. Allerdings sind aus dem Burgenland ebenfalls erste Vorwürfe aufgetaucht.