Prominente gegen US-Abtreibungsgesetze

17.05.2019 • 19:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Rihanna, Gigi Hadid, P. Diddy u. a. beziehen Stellung.

Los Angeles Mit persönlichen Geschichten und Angriffen auf Politiker reagieren immer mehr Prominente auf die geplanten strikten Abtreibungsgesetze in mehreren US-Bundesstaaten.

„Seht her. Diese Idioten treffen Entscheidungen für FRAUEN in Amerika“, schrieb R&B-Sängerin Rihanna (31) am Donnerstag (Ortszeit) auf Instagram. Dazu zeigte sie Bilder der 25 männlichen Politiker, die in Alabama zusammen mit Gouverneurin Kay Ivey für das neue Gesetz stimmten, das Abtreibungen in den meisten Fällen verbietet und unter Strafe stellt. Der Eintrag sammelte über 2,6 Millionen Likes.

„Game of Thrones“-Star Lena Headey, Sänger Charlie Puth, Model Gigi Hadid oder Rapper P. Diddy posteten den Spruch „Männer sollten keine Gesetze machen, die den Körper von Frauen betreffen“.

Der Hauptdarsteller der in Georgia gedrehten Netflix-Serie „Ozark“, Jason Bateman (50), kündigte an, nicht mehr in dem US-Bundesstaat arbeiten zu wollen, falls dort ein ähnlich umstrittenes Gesetz von den Gerichten durchgewunken werden sollte.

Einige prominente Frauen berichteten in der Debatte über eigene Abtreibungen, wie Hollywood-Star Milla Jovovich, Moderatorin Busy Philipps und Schauspielerin Minka Kelly. „Wer bist du, mir sagen zu wollen, was ich mit meinem Körper machen soll? Das ist eine Entscheidung von mir, meinem Arzt, meiner Familie und meinen Freunden“, erklärte Jovovich am Freitag in einem emotionalen Video.

Die Schauspielerin Alyssa Milano („Charmed“) hat vor einer Woche aus Protest zum Sex-Streik aufgerufen. „Wir müssen verstehen wie entsetzlich die Situation im Land ist“, sagte sie. Der Sex-Streik solle Leute daran erinnern, dass Frauen die Kontrolle über ihre eigenen Körper hätten „und wie wir sie einsetzen“. Die Kritik an ihrem Aufruf sei ihr egal, so Milano. Ihr Tweet habe den gewünschten Effekt gehabt, „dass die Leute beginnen, über den Krieg gegen Frauen zu reden“. Wie lange der Streik jeweils dauern sollte, müsse jeder selbst entscheiden.