Strafverfahren gegen Kevin Spacey wankt

Menschen / 09.07.2019 • 22:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
US-Schauspieler Kevin Spacey (l.) mit seinem Anwalt Alan Jackson vor Gericht in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts. Reuters
US-Schauspieler Kevin Spacey (l.) mit seinem Anwalt Alan Jackson vor Gericht in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts. Reuters

Nantucket Das Strafverfahren gegen US-Schauspieler Kevin Spacey wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs wankt. Das mutmaßliche Opfer William Little machte am Montag bei einer Gerichtsanhörung auf der Insel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Er war zuvor zu Textnachrichten befragt worden, die laut Verteidigung gelöscht worden sein sollen. Der Mann hatte Spacey vorgeworfen, ihn an der Bar auf einer Insel im US-Staat Massachusetts 2016 begrapscht zu haben. Er hatte angegeben, ein Mobiltelefon verloren zu haben, dessen Herausgabe die Verteidigung von Spacey gefordert hatte. Diese geht davon aus, dass der Kläger Nachrichten gelöscht habe, die Spaceys Unschuldsbeteuerungen untermauern würden. Laut Verteidigung hat der Kläger außerdem Screenshots der Unterhaltungen manipuliert. Er bestreitet das. Sein Anwalt teilte mit, er habe das Telefon verloren, eine Kopie des Inhaltes durch ein Back-up aber vorlegen können.

Die Entscheidung des Mannes, nicht auszusagen, sorgte bei dem Richter für Bedenken über die Durchführbarkeit des Prozesses gegen den zweimaligen Oscargewinner, dessen Karriere 2017 infolge der #metoo-Debatte nach einer Reihe von Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs zusammenbrach. Spaceys Anwalt forderte den Richter auf, die Klage abzuweisen.