Ein Körper ist wie ein altes Auto

Menschen / 26.07.2019 • 22:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jason Statham bei der Premiere von „Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw“. RTS
Jason Statham bei der Premiere von „Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw“. RTS

Schauspieler Jason Statham über seine weichen Seiten, Stunts und Yoga.

Köln Er ist einer der gefragtesten Actionfilm-Schauspieler der Welt, und das seit über 15 Jahren. Ab dem 1. August ist Jason Statham (52) an der Seite von Dwayne Johnson  in „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ als ehemaliger Elitesoldat zu sehen. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur und anderen Medien in Köln sprach er vor dem Kinostart über seine weichen Seiten, Stunts und Yoga.

 

Sie spielen zum vierten Mal in einem Film aus der „Fast & Furious“-Reihe mit. Erst war ihr Charakter Deckard Shaw der Bösewicht, jetzt gehört er zu den Guten. Was halten Sie von dieser Wandlung?

Statham Ich glaube, Shaw wird oft missverstanden. Er hält sich zwar nicht an Recht und Gesetz. Aber er war von Anfang an kein egomanischer Verbrecher, der einen Masterplan verfolgt. Er will nur die Menschen beschützen, die er liebt, zum Beispiel seinen Bruder. Er hat Moral. Je mehr man im Lauf der Reihe über Shaw erfährt, desto mehr versteht und mag man ihn.

 

Nicht nur im Film sieht man Sie diesmal von einer etwas weicheren Seite. Sie sind vor zwei Jahren Vater geworden. Inwiefern hat Sie das verändert?

Statham Du wirst dadurch ganz emotional und mit Sicherheit auch weicher. Es ist eine faszinierende Verwandlung, die man da durchmacht, eine radikale Veränderung.

Sind Sie seitdem bei Ihrer Arbeit vorsichtiger geworden? Zum Beispiel bei Stunts?

Statham Nicht wirklich. Ich habe noch nie etwas Lebensgefährliches gemacht. Klar, ich mache viel mehr Stunts selbst als es andere Schauspieler tun würden. Wenn ich im Film kämpfe, Wände hochlaufe, auf dem Boden herumrolle, das bin alles ich. Dabei helfen mir zum Beispiel meine Erfahrungen als Wasserspringer. Ich liebe das, auch wenn man sich oft wehtut. Aber die wirklich gefährlichen Sachen machen Stuntmen.

 

Wie hat sich Ihre Arbeit für Actionszenen im Lauf der Jahre verändert?

Statham Ich muss meinen Körper besser instandhalten. Er ist mittlerweile wie ein altes Auto. Ich habe kaum Pausen zwischen den Drehs, in denen ich mich erholen könnte. Deshalb gehe ich regelmäßig zum Physiotherapeuten, zum Fitness- und Kampfsporttraining. Ringturnen finde ich super. Auch Yoga habe ich ein paar Mal ausprobiert.

Zur Person

Jason Statham

Seine erste Hauptrolle in einem Actionfilm spielte er 2002 in „The Transporter“.

Geboren 26. Juli 1967 im britischen Shirebrook

Laufbahn bevor er Schauspieler wurde, war er Model und Wasserspringer