Liam Hemsworth als Rache-Engel im Actiondrama „Killerman“

Menschen / 01.08.2019 • 22:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Berlin Er ist einer der jungen Top-Stars von Hollywood: Liam Hemsworth. Nach seinem schauspielerischen Aufstieg mit der „Tribute von Panem“-Reihe platzierte er sich spätestens durch seine Hochzeit mit Popstar Miley Cyrus in der 1A-Riege der US-Promis. Auf der Leinwand war der 29-Jährige zuletzt jedoch kaum zu sehen: Nach seiner Rolle im Roland-Emmerich-Film „Independence Day: Wiederkehr“ im Jahr 2016 kam praktisch keine nennenswerte Produktion mehr. Nun kehrt Liam Hemsworth ins Kino zurück. Im Actiondrama „Killermann“ gibt er einen smarten Geldwäscher der Drogenmafia, der sich zum blutrünstigen Rache-Engel wandelt. Ob das für den Bruder von Thor-Darsteller Chris Hemsworth funktioniert – und für das Publikum?

Die Antwort: nicht wirklich. Denn es fängt schon mit dem Filmtitel an – „Killerman“. Unwillkürlich denkt man an gnadenlose Auftragsmörder wie „John Wick“ oder die „Pulp Fiction“-Gangster Vincent und Jules. Doch hier ist es schlicht ein Name; ein Nachname noch dazu, der im Prinzip keine Rolle spielt. Und so unbefriedigend geht es weiter in dem Gangsterfilm, der im Vorspann suggeriert, man erfahre etwas über Drogengeschäfte, die komplizierte Geldwäsche und die Hintergründe. Doch das ist alles nur Staffage für eine sich langsam entwickelnde Persönlichkeitsstory inklusive Amnesie und blutigem Rachefeldzug. Der Filmplakat-Untertitel „Nothing is as it seems“ (Nichts ist, wie es scheint) erhält so seine Berechtigung, nämlich durch die Irreführung der Zuschauer – und weniger durch die Wendungen des Plots.

Dabei hat der zweite Langfilm von Regisseur und Drehbuchautor Malik Bader („Street Thief“) durchaus interessante Ansätze: Sein Unterwelt-New-York sieht so verbraucht und schmutzig aus wie schon lange nicht mehr. Analog-Fans können sich an der körnigen 80er-Jahre-Optik erfreuen. Die Handkamera von „Deadpool“-Kameramann Ken Seng erzeugt beim Zuschauer Atemlosigkeit und Nähe. Doch die Geschichte wird dadurch auch nicht besser.