Nobelpreisträgerin Toni Morrison gestorben

06.08.2019 • 19:12 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Rund 50 Jahre lang hat Toni Morrison den Rassismus in den USA angeklagt. AP
Rund 50 Jahre lang hat Toni Morrison den Rassismus in den USA angeklagt. AP

Sie hat 1993 als erste Afroamerikanerin die begehrte Auszeichnung erhalten.

New York Das Gewissen Amerikas ist tot: Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison ist im Alter von 88 Jahren verstorben, wie ihre Familie am Dienstag mitteilte. Die Autorin hat die begehrteste Auszeichnung der Literaturwelt im Jahr 1993 erhalten – in Würdigung ihrer „visionären Kraft und poetischen Prägnanz“ und dem Bestreben, die Sprache von den Kategorien Schwarz und Weiß zu befreien. Morrison schrieb gegen Ignoranz, Gewalt, Unterdrückung und Rassismus an. Bekannt war Morrison für Werke wie „Sehr blaue Augen“, „Solomons Lied“ oder „Menschenkind“.

Die am 18. Februar 1931 geborene und in den 1970ern bekannt gewordene Schriftstellerin lehrte auch an der Eliteuniversität Princeton kreatives Schreiben. Sie blieb bis ins hohe Alter eine wache Kommentatorin des politischen Geschehens in Amerika.