Trauer um „Easy Rider“-Star

Menschen / 18.08.2019 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Peter Fonda ist an Lungenkrebs gestorben. Reuters
Peter Fonda ist an Lungenkrebs gestorben. Reuters

Hollywood-Schauspieler Peter Fonda ist im Alter von 79 verstorben.

Los Angles Eine Rolle, die 50 Jahre zurückliegt, macht Peter Fonda unvergesslich. 1969 wurde der Schauspieler als Motorradfreak „Captain America“ in dem Kult-Streifen „Easy Rider“ zum Idol der Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywood. Der Film mit Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson war ein Geniestreich, das erste große Roadmovie der Kinogeschichte, eine begeistert gefeierte Rebellion gegen das konservative Mittelstandsamerika. Nun muss Hollywood von dem Schauspieler Abschied nehmen. Fonda starb in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen von Lungenkrebs, wie seine Familie mitteilte. Der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda (1905-1982), der jüngere Bruder von Schauspielerin Jane Fonda (81) und Vater der Schauspieler Bridget und Justin Fonda, wurde 79 Jahre alt. Der zweifache Vater war dreimal verheiratet, zuletzt gab er 2011 Margaret „Parky“ DeVogelaere das Jawort. Da war er 71.

Kollegen wie Mia Farrow, Rob Reiner und John Carpenter würdigten Fondas Verdienste, Jane Fonda trauerte um ihren „gutherzigen“ Bruder. Zugleich feiere sie seinen „unbeugsamen Geist und seine Lebenslust“, teilte die Familie mit. „Zu Ehren von Peter, bitte erhebt ein Glas auf die Freiheit“, hieß es in der Mitteilung seiner Angehörigen.

Um Freiheit und Abenteuer ging es auch in „Easy Rider“. Fonda produzierte den preiswerten Film, schrieb zusammen mit Dennis Hopper, der auch Regie führte, das Drehbuch. Beide spielten Motorrad­rocker, die auf ihren heißen Öfen im Drogenrausch durch die USA fahren. Als Drehbuchautor erhielt Fonda eine Oscar-Nominierung, als Produzent des Kinohits wurde er plötzlich reich. Mit 30 Jahren kostete er den Erfolg aus, feierte Partys mit den Beatles, den Rolling Stones und den Doors.

Als Regisseur machte sich Fonda mit Produktionen wie „Der weite Ritt“ (1970) und dem Science-Fiction-Film „Expedition in die Zukunft“ (1973) einen Namen. Eine weitere Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller brachte ihm das Drama „Ulee‘s Gold“ (1998) ein.

Zuletzt trat Fonda für Regisseur Todd Robinson in „The Last Full Measure“ vor die Kamera. Das 2017 gedrehte Kriegsdrama soll Ende Oktober in den US-Kinos anlaufen.