Royal-Fans verärgert über Harry und Meghan

Menschen / 09.09.2019 • 20:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Prinz Harry und Herzogin Meghan gelten als Traumpaar, doch sie stehen wegen der Taufe und dem Auftritt von Meghan bei Wimbledon zunehmend in der Kritik. Reuters
Prinz Harry und Herzogin Meghan gelten als Traumpaar, doch sie stehen wegen der Taufe und dem Auftritt von Meghan bei Wimbledon zunehmend in der Kritik. Reuters

Zu viel Privatsphäre – Britisches Traumpaar steht in der Kritik.

Windsor Prinz Harry und Herzogin Meghan setzen im Vereinigten Königreich zweifellos Akzente. Locker und volksnah kommen sie daher und engagieren sich stark im sozialen Bereich. Doch auf der anderen Seiten fordern Harry, der diesen Sonntag 35 Jahre alt wird, und Meghan (38) so viel Privatsphäre ein wie kaum ein anderes Mitglied des Königshauses. Das ärgert viele eingefleischte Royal-Fans sehr.

Vor allem zwei Ereignisse haben die Kritiker in den vergangenen Monaten auf die Palme gebracht. Als Meghan im Juli beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, wo auch ihre Freundin Serena Williams spielte, überraschend auftauchte, gab es Verärgerung. Denn Sicherheitskräfte untersagten britischen Medien zufolge dem Publikum, die Herzogin zu fotografieren. Gleichzeitig konnten aber Millionen Menschen Meghan in Wimbledon im Fernsehen sehen.

PR-Katastrophe

Zu privat war Anfang Juli auch die Taufe von Archie, des ersten Kindes von Harry und Meghan, wie Kritiker finden. Mit etwa 25 Gästen feierte das Paar den kleinen Archie Harrison Mountbatten-Windsor in einer Kapelle im Schloss Windsor. Die Gästeliste blieb bis zuletzt geheim, ebenso wie die Namen der Taufpaten. Nur zwei Fotos, die der Buckingham-Palast später veröffentlichte, gaben Einblicke.

Die Taufe im kleinen Kreis sei ein Traditionsbruch gewesen, schrieb der „Daily Mirror“. Fans waren enttäuscht, dass es vor oder nach der Feier in der Kapelle keinen öffentlichen Auftritt der Familie gab.

„Ich akzeptiere, dass es sich um eine private Zeremonie in einer privaten Kapelle handelt, aber die verstorbene Prinzessin Diana hätte gewollt, dass Prinz Harry näher bei den Leuten ist“, sagte Royal-Fan Jon Loughrey. „In einem Moment wollen sie die Royals sein, im nächsten wollen sie es nicht mehr“, sagte Anne Daley, die mit selbst gebackenem Kuchen extra nach Windsor gekommen war.

„Harry und Meghan wollen keine Privatsphäre, sie wollen ein privates Leben in der Öffentlichkeit – niemand hat ein Recht darauf“, kritisierte die Zeitung „The Times“. Die Royals hätten bereits sehr viel Privatsphäre, sogar mehr als der Durchschnittsbürger. „Niemand weiß, wohin sie in den Urlaub fahren oder wo sie sind, wenn sie nicht gerade ihren Pflichten nachkommen.“ Das Blatt bezeichnete Archies Taufe als „düstere kleine Versammlung von Prominenten“ und eine „PR-Katastrophe“. Genau so sollte eine royale Taufe aber nicht sein.

Teure Sanierung

Irgendwie scheinen Harry und Meghan es niemanden recht machen zu können. Die kleine Familie lebt inzwischen nicht mehr in der Nähe des Kensington-Palastes mitten in London, sondern im geräumigeren Frogmore Cottage auf dem Gelände von Schloss Windsor.

Auch für die hohen Sanierungskosten des alten Gebäudes steht das Paar in der Kritik. Die umweltschädliche Nutzung von Privatjets wird ihnen mitten in den Klima-Debatten ebenfalls vorgehalten. Prinz William und seine Kate punkten dagegen in den britischen Medien, weil sie Linienflüge nutzen und dadurch weniger das Klima schädigen.

Umzug nach Afrika

Britische Medien spekulieren, dass Harry und Meghan zeitweise Großbritannien verlassen könnten: Vielleicht ziehen sie nach Afrika? Dieser Kontinent hat es sowohl Harry als auch Meghan angetan. Sie unterstützen dort Projekte. Und bei einer Afrikareise waren sich die beiden nach eigenen Angaben auch nähergekommen. „Wir kampierten unter den Sternen“, schwärmte der Prinz.

Bereits im kommenden Herbst wollen sie zusammen mit Archie auf eine Reise nach Südafrika gehen. Harry will auch Angola, Malawi und Botswana einen Besuch abstatten.