„Game of Thrones“-Rekord bei Emmys

Menschen / 23.09.2019 • 21:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Mit zwölf Trophäen hat sich die Fantasy-Serie von der Bühne der US-Fernsehpreise verabschiedet.

Los Angeles Die in diesem Jahr zu Ende gegangene Erfolgsserie „Game of Thrones“ hat ein letztes Mal der Emmy-Verleihung ihren Stempel aufgedrückt. Das Fantasy-Epos des US-Bezahlsenders HBO wurde am Sonntagabend (Ortszeit) zum vierten Mal in Folge als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Den zweiten Hauptpreis für die beste Comedy-Serie gewann die britische Produktion „Fleabag“ von Produzentin, Autorin und Darstellerin Phoebe Waller-Bridge. „Langsam wird es lächerlich“, sagte Waller-Bridge, als sie für den Comedy-Preis zum dritten Mal auf die Bühne kam. Zuvor war sie bereits für die beste weibliche Hauptrolle in einer Comedy-Serie und das beste Drehbuch ausgezeichnet worden. Der Preis sei Beweis, dass eine „dreckige, perverse und verkorkste Frau“ – ihre Figur in „Fleabag“ – es zu den Emmys schaffen könne, sagte Waller-Bridge. Mit dem Preis als beste Darstellerin verhinderte sie auch einen Rekord für „Veep“-Star Julia Louis-Dreyfus, die zur am öftesten ausgezeichneten Darstellerin in der Emmy-Geschichte hätte werden können. Bester männlicher Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie wurde zum zweiten Mal in Folge Bill Hader für „Barry“.

Zehn Trophäen in Nebenkategorie

„Game of Thrones“ ließ in der Königssparte Bestes Drama die Serien „Better Call Saul“, „Bodyguard“, „Killing Eve“, „Ozark“, „Pose“, „Succession“ und „This is Us“ hinter sich. „Game of Thrones“-Darsteller Peter Dinklage gewann noch den Preis für die beste männliche Nebenrolle in einer Drama-Serie – zusätzlich zu den zehn Trophäen, die die Serie zuvor in Nebenkategorien eingesammelt hatte. Billy Porter, der in der Serie „Pose“ über die lesbisch-schwule Ballroom-Szene im New York der 1990er-Jahre mitwirkt, war der erste offen homosexuelle Mann, der mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Seine Trophäe nahm der 50-Jährige in einem glitzernden Anzug und einem riesigen Hut entgegen. „Gott segne euch alle“, sagte er. „Die Kategorie ist Liebe.“ Für die beste weibliche Hauptrolle in einer Drama-Serie wurde die Britin Jodie Comer (26) für „Killing Eve“ ausgezeichnet.

Auch in diesem Jahr ging die Erfolgsserie der Streaming-Dienste weiter. Bezahlsender HBO kam zwar – mit den Creative Arts Emmy Awards für die technischen Kategorien von vergangener Woche – immer noch auf 34 Auszeichnungen. Aber Netflix – mit 27 Preisen – und Amazon – mit 15 – setzten einen neuen Rekord für die Online-Anbieter.

Die Emmy-Gewinner Peter Dinklage, Phoebe Waller-Bridge und Billy Porter. AP, AFP

Die Emmy-Gewinner Peter Dinklage, Phoebe Waller-Bridge und Billy Porter. AP, AFP

Emmy Gewinner

» Comedy Serie

Bester Nebendarsteller Tony Shalhoub (The Marvelous Mrs. Maisel)

Beste Nebendarstellerin Alex Borstein (The Marvelous Mrs. Maisel)

Bester Hauptdarsteller Bill Hader (Barry)

Beste Hauptdarstellerin Phoebe Waller-Bridge (Fleabag)

Beste Comedy-Serie Fleabag

 

» Mini Serie oder Film

Beste Hauptdarstellerin Michelle Williams (Fosse/Verdon)

Bester Hauptdarsteller Jharrel Jerome (When They See Us)

Bester Nebendarsteller Ben Whishaw (A Very English Scandal)

Beste Nebendarstellerin Patricia Arquette (The Act)

Bester Fernsehfilm Bandersnatch

Beste Mini-Serie Chernobyl

 

» Drama Serie

Bester Nebendarsteller Peter Dinklage (Game of Thrones)

Beste Nebendarstellerin Julia Garner (Ozark)

Bester Hauptdarsteller Billy Porter (Pose)

Beste Hauptdarstellerin Jodie Comer (Killing Eve)

Beste Drama-Serie Game of Thrones