Prinz Harry reicht Klage gegen Zeitungen ein

Menschen / 06.10.2019 • 21:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

London Prinz Harry (35) hat Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten eingereicht. Entsprechende Medienberichte wurden der dpa aus Palastkreisen bestätigt. Die Vorwürfe richten sich nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA gegen den Verlag News Group Newspapers, zu dem die „Sun“ gehört, und Reach plc, den Verlag der Zeitungsmarke „Mirror“. Die beklagten Zeitungen gehören zu den auflagenstärksten Blättern Großbritanniens. Die Vorwürfe erinnern an einen der größten Medienskandale in der Geschichte Großbritanniens, in dessen Zentrum 2011 die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung „News of the World“ stand. Jahrelang hatten Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Harry in einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt, in dem er eine „skrupellose Kampagne“ gegen seine Frau Meghan (38) beklagte. Seine Frau sei „eines der jüngsten Opfer der britischen Boulevardpresse“ geworden. Dabei erinnerte Harry an seine Mutter, Prinzessin Diana. Zeitgleich kündigten die Anwälte des Paars eine Klage gegen die „Mail on Sunday“ und Associated Newspapers an wegen falscher und „vorsätzlich abfälliger“ Berichte über den Herzog und die Herzogin.