Schwedisches Königshaus schrumpft

Menschen / 07.10.2019 • 21:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prinzessin Madeleines drei Kinder sind keine königlichen Hoheiten mehr. Reuters
Prinzessin Madeleines drei Kinder sind keine königlichen Hoheiten mehr. Reuters

Prinzessin Madeleines und Prinz Carl Philipps Kinder gehören nicht mehr dazu.

stockholm Mehrere Enkelkinder des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf werden künftig nicht mehr offiziell dem Königshaus angehören. Das teilte der schwedische Hof am Montag mit. Der Schritt sei schon lange diskutiert worden, erklärte ein Vertreter des Königshauses. Einige Beobachter zeigten sich überrascht. Die schwedische Zeitung „Expressen“ schrieb aber auch, die fünf betroffenen Königs­enkel würden nun endlich von ihren royalen Fesseln befreit. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an Kronprinzessin Victoria und ihre beiden Kinder, Prinzessin Estelle und Prinz Oscar, meinte das Blatt.

Bei der Entscheidung des Königs geht es um die Kinder von Prinzessin Madeleine und ihrem Mann, dem US-britischen Geschäftsmann Christopher O‘Neill, sowie um die Kinder von Prinz Carl Philip und seiner Gattin Prinzessin Sofia.

Prinz Alexander, Prinz Gabriel, Prinzessin Leonore, Prinz Nicolas und Prinzessin Adrienne werden weiterhin der königlichen Familie angehören, dem Königshaus aber nicht mehr. Ihre Herzogs- oder Herzoginnen-Titel dürfen die Kinder behalten, den Rang königlicher Hoheiten aber nicht. Auch die Apanage werde künftig entfallen, sagte der Vertreter des Hofes, Reichsmarschall Fredrik Wersäll, am Montag vor Journalisten. Die Gesamtkosten des Königshauses dürften sich durch den Schritt nicht verringern, sagte Wersäll.

Madeleine selbst äußerte sich positiv zu dem Entschluss ihres Vaters. „Chris und ich denken, dass es gut ist, dass unsere Kinder jetzt eine größere Möglichkeit erhalten, um in Zukunft ihr eigenes Leben als Privatpersonen zu entwickeln.“