Kampusch will sich weiterhin in der Öffentlichkeit zeigen

Menschen / 09.10.2019 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Natascha Kampusch präsentierte ihr drittes Buch. APA
Natascha Kampusch präsentierte ihr drittes Buch. APA

Wien Das Mitleid mit Österreichs vielleicht prominentestem Verbrechensopfer währte nur kurz. Schnell schlug die Freude über Natascha Kampuschs Selbstbefreiung vor zehn Jahren in Zweifel, Hass und Missgunst um. Besonders virtuell musste sie einiges einstecken. Ein Rückzug kommt für sie aber nicht infrage. „In einem Kellerverlies eingesperrt worden zu sein, war mir Anonymität genug. Ich genieße nun meine Freiheit und liebe es, für andere mit anderen gemeinsam da zu sein“, meinte die 31-jährige anlässlich der Präsentation ihrer dritten Buches „Cyberneider – Diskriminierung im Internet“.

Nach zwei autobiografischen Werken widmet sie sich nun dem „Schlachtfeld Internet“. Selbst immer wieder Zielscheibe von Hass, Spott und Gewalt bis hin zu Morddrohungen, will sie die virtuellen Täter nicht mit ihrem Verhalten durchkommen lassen. Auch auf die Gefahr hin, dem einen oder anderen so zu viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Mundtot machen lässt sich Kampusch auch in Zukunft nicht. Sie habe ein Gefühl für Ungerechtigkeiten entwickelt und kann sich gut vorstellen, mit Hilfsorganisationen zu arbeiten.