Royales Paar auf Tour durch Pakistan

Menschen / 14.10.2019 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum ersten Mal reisen Prinz William und seine Frau Herzogin Kate in das südasiatische Land. AP
Zum ersten Mal reisen Prinz William und seine Frau Herzogin Kate in das südasiatische Land. AP

Aufwendigste Reise von Prinz William und Herzogin Kate.

London, Islamabad Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begannen der britische Prinz William (37) und seine Frau Herzogin Kate (38) am Montag ihre fünftägige Reise nach Pakistan. Ihre Ankunft in dem südasiatischen Land wurde am Montagabend deutscher Zeit erwartet, wie die britische Nachrichtenagentur Press Association (PA) berichtete. Mehr als 1000 Polizeibeamte sollen laut der Zeitung „Telegraph“ während des Besuchs für die Sicherheit des Paares sorgen.

Nicht dabei sein werden die drei Kinder, Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis. Es handle sich angesichts Logistik und Sicherheit um die aufwendigste Reise des royalen Paares bislang, teilte der Palast mit. Aus Sicherheitsgründen wird der genaue Reiseplan des royalen Paares weitgehend unter Verschluss gehalten, Einzelheiten sollen nur tageweise bekannt gegeben werden.

Die Hauptstadt Islamabad und die Metropole Lahore stehen aber genauso auf dem Programm wie die Bergregionen im Norden und die kargen Grenzregionen im Westen des Landes. Insgesamt werden Kate und William in Pakistan mehr als 1000 Kilometer zurücklegen. Dabei wollen die Royals „so viele Pakistaner treffen, wie möglich“, hieß es in der Mitteilung des Palasts. Besonders interessieren sie sich demnach für das Thema Bildung für Mädchen und junge Frauen und wie die Menschen mit dem Klimawandel und mit der schwierigen Sicherheitslage umgehen.

Mit der Reise wandelt William auf den Spuren seiner Eltern: Zuletzt besuchte sein Vater Prinz Charles mit seiner Ehefrau Herzogin Camilla 2006 Pakistan. Auch seine Mutter, Prinzessin Diana, hatte laut PA das islamische Land im Rahmen ihrer wohltätigen Arbeit mehrfach bereist.

Der Besuch des royalen Paares kommt zu einer politisch angespannten Zeit: Anfang August hatte Indien der indisch-kontrollierten Kaschmir-Region den Autonomiestatus entzogen und damit die Spannungen im Verhältnis zu Pakistan schlagartig erhöht. Seitdem häufen sich Scharmützel entlang der Kontrolllinie.

Pakistan und Großbritannien verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Das 1947 gegründete Land mit inzwischen knapp 200 Millionen Einwohnern ging aus der Kolonie Britisch-Indien hervor. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wanderten viele Pakistaner nach Großbritannien aus.