Homeoffice oder arbeiten wie gewohnt

Menschen / 15.11.2020 • 22:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ulrich Troy hofft, dass bald wieder Normalität eintritt. Troy
Ulrich Troy hofft, dass bald wieder Normalität eintritt. Troy

Die VN fragen nach: Wie schaut Ihr Arbeitsalltag in Zeiten der Coronakrise aus?

Schwarzach Statt des üblichen Gangs zur Arbeit, wurden seit der Coronakrise viele ins Homeoffice verbannt. Die VN haben nachgefragt, wie sich Vorarlberger dieser Herausforderung stellen und wie ihr Alltag in der Krisenzeit aussieht.

„Der Zusammenhalt ist in diesen Zeiten besonders wichtig, auch wenn mir der Kontakt zur Bevölkerung, den Vereinen und Betrieben sehr fehlt“, sagte der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann. „Als Bürgermeister ist es zwar möglich, von zu Hause aus zu arbeiten, aber ich persönlich erachte es nicht für besonders sinnvoll. Mein Tag beginnt in meinem Einzelbüro im Rathaus meist um sieben Uhr. Wir achten sehr auf Gruppentrennung, falls es zu Ausfällen kommt, und Einzelbüros. „Ich habe hier persönlich eine große Verantwortung“, so der 28-Jährige.

Konzerte verschoben

„Alle Konzerte wurden jetzt zum zweiten Mal verschoben“, so Musiker Ulrich Troy. Schade, vor allem auch für die Veranstalter, welche sich sehr bemüht haben Präventionskonzepte zu erstellen um Auftritte zu ermöglichen. „As ischt arlödele“ auf gut wälderisch, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es dann doch wieder einmal weitergeht, so der 67-jährige Egger. Bis dahin: Ahnenforschung statt Musik!

„In unserem Bereich handhaben wir es mit dem Homeoffice so: Was geht, das geht – den Rest müssen wir vor Ort erledigen. Gewisse Bereiche können wir nicht ins Homeoffice verlagern, da es auch um hochsensible DNA-Daten geht“, sagt Russ-Preis-Trägerin Susanne Marosch, Obfrau von Geben für Leben. Auch die Spenderbetreuung müssen wir vom Büro aus machen. Die Schutzmaßnahmen werden eingehalten. Die regelmäßigen Testungen können wir im eigenen Labor vornehmen, das erleichtert natürlich den Ablauf sehr. Die Teams sind getrennt, damit sich auch niemand in die Quere kommt“, so die 46-Jährige.

Nicht im Homeoffice

„Mein Arbeitstag schaut so aus, dass ich auf jeden Fall nicht im Homeoffice bin. Aber das liegt womöglich an meinem fortgeschrittenen Alter,  ich bin meine Akten und Papiermengen um mich herum gewohnt. Das habe ich nur im Büro“, sagt Ex-Landesrat Christian Bernhard. „Ich habe das Jahrzehnte so gemacht und bin eine gewisse Struktur gewohnt. Homeoffice würde da nicht funktionieren – da sind die Grundvoraussetzungen nicht erfüllt. Zudem bin ich gerne arbeitstechnisch für mich alleine, man hat mehr Disziplin.“ VN-swe, MIK

Susanne Marosch arbeitet sowohl im Büro als auch zuhause. VN
Susanne Marosch arbeitet sowohl im Büro als auch zuhause. VN
Ex-Landesrat Christian Bernhard ist nicht im Homeoffice. Lerch
Ex-Landesrat Christian Bernhard ist nicht im Homeoffice. Lerch
Viele Österreicher arbeiten derzeit im Homeoffice. apa
Viele Österreicher arbeiten derzeit im Homeoffice. apa

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