Digitalisierung als Chance

Menschen / 14.03.2021 • 21:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Digitalisierung als Chance

Die VN haben bei Vorarlberger Persönlichkeiten nachgefragt: Ohne digitale Kommunikation geht mittlerweile gar nichts mehr. Welche Rolle spielt das Internet für Sie?

Digitalisierung als Chance
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Digitalisierung als Chance

„Gute Errungenschaft, aber gleichzeitig auch ein Fluch“

Wolfgang Purtscher (50), Leiter des Sozialzentrums Bürs, sieht die Entwicklungen im digitalen Bereich zwiespältig: „Das Internet ist sicherlich eine sehr gute Errungenschaft der Technik, aber gleichzeitig auch ein Fluch. Wenn wir etwas nicht wissen, fragen wir Google und denken gar nicht mehr lange nach. Informationen sind mittlerweile schon fast überall abrufbar. Es gibt sehr viele nützliche Apps und Anwendungen, welche im Alltag hilfreich sind. Der Fluch hingegen ist jedoch der übermäßige Medienkonsum der Kinder und vieler Eltern.“ 

Neue Medien als Chance

Die Coronakrise hat die Art und Weise, wie in Schulen unterrichtet wird, komplett verändert. Internet, Online-Unterricht, Homeschooling, Kameras, digitale und interaktive Tafeln gehören inzwischen zum Schulalltag“, erklärt Thomas Dür, Musiker und Pädagoge in Bludenz. Für den 60-jährigen bedeutet diese Entwicklung eine interessante, aufregende und herausfordernde Zeit, die jedoch auch große Chancen bietet: „Für mich als Englischlehrer bieten die neuen Medien eine zusätzliche wertvolle Möglichkeit, authentischen und realitätsnahen Unterricht zu gestalten.“

Rasante Entwicklung

Die Inhaberin der Central-Apotheke in Bludenz, Petra Ertl-Vallaster, sieht die fortschreitende Digitalisierung durchwegs positiv. „Ohne Computer könnten wir in der Apotheke gar nicht mehr arbeiten. Die digitale Entwicklung verlief in den letzten Jahren rasant. Auch für ältere Leute wäre es durchaus von Vorteil, wenn sie lernen, mit den neuen Medien umzugehen,“ ist die 58-jährige überzeugt. Eine Gefahr sehe sie allerdings an der Masse an Informationen, die ungefiltert an die Leute gelangen. Insbesondere Kinder gehören für sie in einem vernünftigen Ausmaß geschützt.