Von eigenen Kindern lernen

Menschen / 30.03.2021 • 22:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Von eigenen Kindern lernen

Die VN haben bei Vorarlbergern nachgefragt: Welche Dinge konnten Sie von Ihren Kindern lernen? Wodurch wurde Ihr Leben mit Kindern bereichert?

Von eigenen Kindern lernen
Von eigenen Kindern lernen

Lockere Einstellung zu Veränderungen

„Meine drei Kinder Lukas, Lisa und Tobias stehen zwar schon auf eigenen Beinen – der Jüngste macht gerade Zivildienst beim Roten Kreuz –, aber sie wohnen alle noch zu Hause. Was mir in der Coronakrise besonders auffällt, ist ihre lockere und entspannte Einstellung, mit Veränderungen umzugehen“, schildert Hubert Hämmerle (59). Da könnten sich viele Erwachsene eine Scheibe abschneiden. Was der Präsident der AK Vorarlberg gerne von ihnen lernen würde, ist der Umgang der „IT-Natives“ mit sozialen Medien.

Neue Blickwinkel für Erwachsene

Für Martin Brüstle (60), Psychotherapeut in Bludenz, zählt die bedingungslose Liebe zu seinen Kindern zu seinen prägendsten Erfahrungen: „Rückblickend zu erkennen, dass der Wandel das Konstante in unserem Leben ist, Kinder die Fähigkeit haben, mit einem vorurteilsfreien Staunen Neues aufzunehmen, Bestehendes in Frage zu stellen und Erwachsenen die Chance geben, neue Blickwinkel einzunehmen, gehört zu den wichtigen Punkten, die ich lernen durfte –  manchmal auch widerstrebend.“

Mehr Fokus und Beharrlichkeit

Durch ihre Kinder sei vor allem ein bisschen mehr Leichtigkeit in ihr Leben gekommen, ist Ulrike Bartenbach, Inhaberin der gleichnamigen Wolle-Boutique in Bludenz, überzeugt: „Meine Kinder Nikola, Lisa und Filip gehen ganz anders an Problemstellungen heran. Ich war eher gewohnt, Umwege zu gehen. Nun fokussiere ich mehr auf ein Ziel. Außerdem hinterfrage ich nicht mehr alles und habe eine gewisse Beharrlichkeit entwickelt.“ Insbesondere ihr Sohn Nikola habe ihr eine kreative Form des Managements aufgezeigt, die sehr hilfreich sei.