Nachhaltig, stylisch und individuell

Menschen / 28.04.2021 • 18:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nachhaltig, stylisch und individuell

Immer mehr Menschen entscheiden sich aus Trendbewusstsein oder Nachhaltigkeit für Kleidung aus zweiter Hand. Die VN haben nachgefragt. Was halten sie vom Vintage-Boom?

Nachhaltig, stylisch und individuell
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Nachhaltig, stylisch und individuell

„Jedes Kleidungsstück erzählt eine Geschichte“

Designerin Alexandra Kegele startete 1998 ihre Selbstständigkeit mit Fashion Recycling: „Die Idee war, bestehenden Kleidungsstücken mit einem Aufputz neues Leben einzuhauchen. Schon damals war mir das Bestreben nach Nachhaltigkeit ein großes Anliegen, heute umso mehr“, so die Modemacherin. Dass sich Menschen für das Tragen von Vintage-Mode begeistern, freut die Bürserin: „Jedes Kleidungstück erzählt nicht nur eine Geschichte über seine Trägerin, sondern auch von seinem langen Weg der Erzeugung.

Pagen-Uniform als Lieblingsstück

Für Architekt und Kulturmanager Lukas Böckle (37)  ist Vintage die nachhaltigste Art, Mode zu tragen. „Manche Stücke sind über zehn Jahre alt und können gut und gerne noch weitere zehn Jahre getragen werden.“ Diese Mischung zwischen alt und neu macht für den Villa- Müller-Geschäftsführer und Projektentwickler (NEST Agency) den individuellen Style aus. Sein Lieblingsstück ist eine dreißig Jahre alte rote Pagen-Uniform, ein besonderes Erbstück des Feldkircher Urgesteins Klaus Feurstein.

„Wir tragen seit Jahrzehnten Vintage-Kleidung“

Den Vintage-Boom findet Schauspielerin Beatrix Bilgeri ganz großartig. „Wir tragen schon seit Jahrzehnten Vintage-Kleidung. Meine Tochter Laura hat schon als Baby die Strampler ihrer Cousinen ausgetragen. Und später, in der Volksschule, war sie von Kopf bis Fuß in Vintage-Klamotten gehüllt – dafür wurde sie von Klassenkameradinnen oft genug gehänselt, hat das aber immer sehr selbstbewusst weggesteckt. Auch heute noch stehen wir zu Vintage, denn Qualität, Klasse und Eleganz sind noch immer unübertroffen.”