Starkoch Schuhbeck ­meldet Insolvenz an

Menschen / 18.07.2021 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Alfons Schuhbeck ist einer der bekanntesten Köche Deutschlands. vn/Steurer
Alfons Schuhbeck ist einer der bekanntesten Köche Deutschlands. vn/Steurer

Die Staatshilfen seien bis heute ausgeblieben, kritisiert der 72-Jährige.

München Der Münchner Starkoch Alfons Schuhbeck (72) hat nach eigenen Angaben Insolvenz angemeldet. „Nachdem die vollmundig angekündigten Staatshilfen bei mir bis heute ausgeblieben sind, muss ich für meine Betriebe Insolvenz anmelden“, sagte Schuhbeck laut Mitteilung vom Sonntag, die die Überschrift „Das nächste Corona-Opfer“ trägt. Von der Insolvenz, die er beim Amtsgericht München angemeldet habe, sind demnach seine Restaurants am Platzl in der Münchner Innenstadt und sein Partyservice betroffen. Bis zuletzt habe er auf die staatlichen Finanzhilfen gehofft und private Gelder in sein Unternehmen gesteckt. Doch jetzt sei Schluss.

„Ich werde schon einen Neustart für mich hinbekommen, aber meine rund 50 Mitarbeiter trifft das richtig hart“, so Schuhbeck. Er hoffe, seinen Gewürzhandel und sein Beratungsgeschäft retten zu können. „Ich will weitermachen, und vielleicht ist die Insolvenz sogar eine Chance, aus der wir schnell wieder rauskommen.“ Schuhbeck ist einer der bekanntesten Köche und Gastronomen Deutschlands. Er hat schon die Beatles und Charlie Chaplin bekocht, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Queen, und immer wieder auch den FC Bayern München. Sein Name ist eine Marke. Schuhbeck betreibt ein regelrechtes Gastroimperium, zu dem unter anderem drei Restaurants, ein Eissalon und Gewürzläden gehören. Mit seinem Cateringservice beliefert er Großveranstaltungen und Promievents.