Die Wirkung von Werbebotschaften

Menschen / 25.07.2021 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wirkung von Werbebotschaften

„Denken Sie, dass Sie sich von Werbung beeinflussen lassen?“ Die VN haben Vorarlberger Persönlichkeiten gefragt.

Die Wirkung von Werbebotschaften
Die Wirkung von Werbebotschaften
Die Wirkung von Werbebotschaften

„Ich bin ganz sicher von Werbung beeinflusst“

„Ja, ich bin ganz sicher von Werbung beeinflusst“, ist sich Hanno Reutterer, GF von Reutterer-Schuhe in Bludenz im Klaren. „Auch wenn es mir eigentlich nicht bewusst ist, ertappe ich mich oft selbst, dass ich z. B. eine neue Eisvariante aus der Gefriertruhe im Supermarkt wähle“, so der 49-Jährige. „Bei größeren Anschaffungen sind es bei mir die imagebildenden Markenbotschaften, und ich interessiere mich deshalb zuerst für jene Marken, die unterbewusst aus früherer Werbung ,hängengeblieben‘ sind.“

„Beeinflusst uns mehr, als wir denken“

„Ich glaube Werbung, in welcher Art auch immer, beeinflusst uns mehr, als wir oft glauben“, weiß Weinexperte Willi Hirsch. „Es gibt Werbung, die spricht einen an, ja die gefällt einem sogar. Dann gibt es das Gegenteil – man kann eine Werbung oft nach dem ersten Mal nicht mehr hören oder sehen. Wirkung hat aber Werbung immer – manche mehr, manche weniger. Auch die versteckte Werbung ist ja nicht ohne“, so der Obmann des Vorarlberger Sommeliervereins. „Wir sind eigentlich den ganzen Tag immer und überall von Werbung umgeben.“

Werbung für Kunst und Kultur

„Es gilt zu unterscheiden, von welchem Medium wir hier sprechen“, stellt Musikerin Heidi Michelon klar. „Im Radio beim Autofahren schalte ich bei Werbung um. Da nervt mich die penetrante Rhetorik. Beim TV schaue ich lieber Netflix, weil eben ohne Werbung. Bei Online Werbe-Pop-Ups schaue ich gar nicht mehr hin“, erzählt die Dornbirnerin. Bei Printmedien stechen der 48-Jährigen Werbeanzeigen ins Auge, die sie interessieren. „Dann lese ich die – und ja, dann beeinflussen sie mich in meiner Entscheidung. Werbung für Dinge, die es zu kaufen gibt, beeinflusst mich nur marginal. Werbung für Veranstaltungen, soziale Projekte, Kunst und Kultur – da schaue ich hin“, so Michelon.