Lisbeth Bischoff: Das bringt das royale Jahr 2022

Menschen / 01.01.2022 • 09:00 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Lisbeth Bischoff: Das bringt das royale Jahr 2022
Für die Queen stehen besondere Ereignisse an.

Die Adelsexpertin gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in den Königshäusern.

DORNBIRN Ein Jahr liegt hinter uns, ein neues vor uns: 365 neue Tage. An den fixen Terminen gibt es auch 2022 nichts zu rütteln.

Geburtstage, Familienfeiern, etc. Auch Vorsätze sind gefasst: Die Queen will leiser treten, Charlène von Monaco einen neuen Anfang wagen, Kronprinzessin Viktoria von Schweden ihren Sohn Oscar auf den Schulstart gut vorbereiten, Prinz Andrew seine Unschuld beweisen und so manch einer hat bereits ein Rückzugsgebiet auserkoren, um der bleiernen Schwere des Hofzeremoniells – wenn auch nur manchmal – zu entkommen. Nicht planbar sind die unvorhergesehen Ereignisse, die Skandale, die Monarchien erschüttern, erbeben lassen. Wenn es kracht im Gebälk, dann ist das Interesse groß. Die Schaulust ist ein uraltes menschliches Motiv.

Einfach zuschauen, was die Royals so treiben und da gibt es Gelegenheit genug. Und so blicken wir voller Neugier ins Jahr 2022. Um es mit Albert Einstein zu sagen: „Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue Dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“ Adelsexpertin Lisbeth Bischoff weiß, welche Ereignisse im neuen Jahr anstehen.

Es ist DAS Ereignis des Jahres 2022: das 70-jährige Thronjubiläum von Queen Elizabeth II., das vom 2. bis 5. Juni gefeiert wird. Seit dem Tod ihres Vaters, König George VI., am 6.2.1952 ist sie Königin. Noch nie in der britischen Geschichte saß ein Monarch so lange auf dem Thron wie die heute 95-Jährige. Disziplin, das hat sie von Mama gelernt. Schließlich musste sie sich noch mit vierzig von ihr sagen lassen: „Lilibet, kein zweites Glas Wein zum Mittagessen. Du musst den ganzen Nachmittag noch regieren!“

Aufregung gibt es gleich zu Beginn des neuen Jahres im englischen Königshaus. Am 4. Jänner hat Prinz Andrew in der Jeffrey-Epstein-Affäre seine Anhörung. Andrew wird von der damals minderjährigen Klägerin Virginia G. schwer belastet.

2002 war ein schweres Jahr für Elizabeth II. Am 9. Februar musste sie von ihrer Schwester Margaret Abschied nehmen, die im 71. Lebensjahr an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben ist. Zwei Monate später trauerte die Monarchin über den Tod ihrer geliebten, 101 Jahre alten Mutter. 2022 jähren sich diese beiden Todestage zum 20. Mal.

Die Idee vom hübschen Bürgermädchen, das einen Prinzen heiratet, weckt bis heute romantische Gefühle. So ist es auch bei Kronprinz Willem Alexander und der Bankerin Máxima. Am 2. Februar blicken sie auf zwanzig Ehejahre zurück. Zudem halten die beiden den Rekord für den längsten royalen Hochzeitskuss: ganze 5,25 Sekunden.

Prinz William und Herzogin Catherine werden beide 40. Catherine am 9. Jänner und William am 21. Juni. Die beiden sind seit 2002 ein Paar. Mama Middleton hat etwas nachgeholfen und Kate ein Kunstgeschichte-Studium an der Uni von St. Andrews „empfohlen“ – wie William. Als niemand mehr daran glaubte, folgte nach acht Jahren Warten 2010 die Verlobung und am 29. April 2011 die Hochzeit. Plan aufgegangen.

Königin Margrethe II. von Dänemark begeht am 14. Jänner 2022 ihr 50. Thronjubiläum. Die Dänen haben ein Wortspiel, das einst auf die britische Krone bezogen wurde, auf ihre Regentin übertragen: Wenn einmal alle Königinnen abgeschafft sind, dann gibt es trotzdem noch fünf auf dieser Welt: die in den Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo – und die Königin von Dänemark.

Der spanische Ex-König Juan Carlos ist mit Sofia am 14. Mai 60 Jahre verheiratet. Sofias Mutter, Königin Frederike von Griechenland, organisierte 1954 eine Kreuzfahrt, um die beiden zu verkuppeln. Ohne Erfolg. Beim zweiten Treffen 1961 klappte es: Juan Carlos schwärmte: „Sie hat mich mit ihrem Charme verzaubert!“ Entzaubert hingegen war Sofia: Sie ertappte den königlichen Gemahl in flagranti. Sie hielt ihm all die Jahre die Treue. Er verließ nach Korruptionsvorwürfen 2020 Spanien und lebt im Exil in Abu Dhabi. Die Ermittlungen wurden am 13. Dezember 2021 eingestellt.

Todestag von Diana. Am 31. August 1997 erlebte die kollektive Massentrauer ihre Premiere. Das Niederlegen von Blumen glich einem Ritual. Im Internet wurden Verschwörungstheorien gesammelt. Dort wurde vermutet, dass auch wirtschaftliche Interessen hinter Dianas Tod gesteckt haben könnten: Ein Blumenlieferservice habe den Autounfall herbeigeführt, um seinen Verkauf zu steigern. Die 10.000 Tonnen Blumen vor dem Kensington Palast hatten einen Wert von rund 40 Millionen Euro.

Zum 40. Mal jährt sich am 14. September der Todestag der monegassischen Fürstin Gracia Patricia. Bei einem Autounfall wird Tochter Stéphanie schwer verletzt, Gracia überlebt nicht. Bis heute ist ungeklärt, wer am Steuer saß. Unvergessen ihre Traumhochzeit 1956 mit Fürst Rainier. Mitbringen musste sie eine Mitgift von zwei Millionen Dollar. Mitgebracht hat sie auch ein Nichtwissen: Sie dachte, sie heiratet nach Marokko.

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