„Ich nehme die Rolle nicht mit nach Hause“

Menschen / 12.01.2022 • 21:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit 2008 verkörpert Hans Sigl den Bergdoktor Martin Gruber.ZDF/Hauri
Seit 2008 verkörpert Hans Sigl den Bergdoktor Martin Gruber.ZDF/Hauri

Schauspieler Hans Sigl über den „Bergdoktor“ und ob Martin Gruber auf ihn abgefärbt hat.

München Er ist der Arzt, dem die Zuschauer vertrauen: Bergdoktor Martin Gruber, gespielt von Hans Sigl. Mehrere Millionen Menschen fiebern regelmäßig mit, wenn der enorm fachkundige und zutiefst empathische Mediziner in der Fernsehserie „Der Bergdoktor“ den Berufsalltag und sein turbulentes Familienleben unter einen Hut kriegen muss. Nun sind im ZDF bzw. ORF neue Folgen zu sehen. 

Herr Sigl, Ihre Serie „Der Bergdoktor“ geht in eine neue Runde. Was erwarten Sie von 2022?

Sigl Auf jeden Fall, dass wir bei der Covid-Bekämpfung weitere Fortschritte machen. Es wäre einfach schön, wenn sich alles wieder etwas beruhigt. Ich kann mir zwar vorstellen, dass da noch einige Dinge auf uns zukommen werden, von denen wir jetzt noch keine Ahnung haben, aber wir haben ja jetzt schon ein probates Mittel gegen Covid, und das ist natürlich das Impfen.

 

Was würde der von Ihnen gespielte Bergdoktor Martin Gruber zur Pandemie sagen?

Sigl Ich denke, er würde seinen Patienten eine ganz klare Impfempfehlung aussprechen. Und nicht nur das, er würde wahrscheinlich zu jedem seiner Patienten mit der Spritze im Gepäck nach Hause fahren. So wie ich ihn kennengelernt habe, würde er das mit Sicherheit machen (lacht).

 

Warum spielt Corona in der Serie keine Rolle?

Sigl Das hat einfach damit zu tun, dass wir bei den Dreharbeiten zur neuen Staffel im abgelaufenen Jahr noch gar nicht wussten, wie sich das mit der Pandemie entwickeln würde. Während der Dreharbeiten gab es verschärfte Sicherheitsvorkehrungen, und es war ganz erstaunlich, wie schnell wir Schauspieler und alle anderen Beteiligten uns daran gewöhnt haben, dass wir jeden Tag von einem Menschen im weißen Kittel auf Corona getestet wurden.  

 

Sie spielen den Arzt Martin Gruber schon seit Langem. Hat in all den Jahren etwas von ihm auf Sie abgefärbt?

Sigl Für mich ist die Schauspielerei ein Beruf, bei dem ich strikt zwischen Profession und Privatleben trenne. Ich bin froh, dass man mir bei der Gestaltung der Rolle freie Hand gelassen hat, und ich glaube, ich habe dem Gruber eine gute Portion Pragmatismus und Empathie mitgeben können. Dass er auf mich abgefärbt hat, sehe ich nicht. Ich spiele die Rolle und wenn der Drehtag zu Ende ist, nehme ich den Gruber nicht mit nach Hause. MAW

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