„Wir sind auch privat ein gutes Team“

Menschen / 03.02.2022 • 21:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der „Tatort“ verhalf Klaus J. Behrendt zum endgültigen Durchbruch. WDR
Der „Tatort“ verhalf Klaus J. Behrendt zum endgültigen Durchbruch. WDR

Klaus J. Behrendt spricht im Interview über 25 Jahre „Tatort“-Duo Ballauf und Schenk.

Berlin Seit 25 Jahren geht er zusammen mit Dietmar Bär in Köln auf Gaunerjagd: Klaus J. Behrendt alias „Tatort“-Kommissar Max Ballauf – 1997 lösten Ballauf und Schenk ihren ersten gemeinsamen Fall, mittlerweile zählen die beiden Publikumslieblinge zu den dienstältesten Ermittlern im deutschen Fernsehen. Der Krimi „Tatort: Vier Jahre“ (Sonntag, 6. Februar) ist der erste von drei neuen Einsätzen des Kölner Teams im Jubiläumsjahr. 

 

Herr Behrendt, der Kölner Tatort mit Ihnen und Dietmar Bär wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Wie wollen Sie feiern?

Behrendt Wir planen keine große Feier zu unser Silberhochzeit (lacht). Spaß beiseite: 25 Jahre, ein Vierteljahrhundert, das ist natürlich eine ganze Menge, da steckt auch viel von einem selber drin. Mal sehen, wie wir das in Zeiten von Corona feiern können.    

 

Die Figur Max Ballauf gibt es ja sogar schon länger: Von 1992 bis 1994 waren Sie in dieser Rolle Teil des Düsseldorfer „Tatort“-Teams. Wird es Ihnen nach all den Jahren nicht langweilig?

Behrendt Ich persönlich finde im Gegenteil, dass die Rolle zunehmend an Reiz gewinnt. In Düsseldorf war Ballauf ja nur Assistent, und das habe ich nur zwei Jahre gemacht. Aber den Kölner „Tatort“ machen wir seit 25 Jahren, und es gibt immer wieder neue Herausforderungen.

 

Hatten Sie damals Einfluss darauf, wer Ihr Kollege in Köln wird?

Behrendt Ja, das war damals sogar meine Bedingung, dass ich mir meinen Partner aussuche – und dass es zwei Figuren auf Augenhöhe sind, zwischen denen ein gesundes Pro und Contra entsteht.

 

Und warum haben Sie sich für Dietmar Bär entschieden?

Behrendt Erstens weil er vom Typus ganz anders ist als ich. Zweitens weil er ein Freund ist, ich hatte vorher schon mit ihm gearbeitet, weil die Chemie stimmt. Man kann so etwas nur mit einem Kollegen oder eine Kollegin machen, mit dem oder der man sich auch versteht, sonst geht es nicht – zumindest nicht über einen solch langen Zeitraum. Und wir sind bis heute auch privat ein gutes Team.

 

Haben Sie sich schon schon einmal darüber unterhalten, wie lange Sie den Job noch machen wollen?

Behrendt Eine Antwort auf die Frage, wann das denn aufhört, kann ich nicht geben – aber wie alles im Leben ist auch diese Sache endlich. Wir haben jetzt gerade erst gemeinsam einen neuen Vertrag unterschrieben.

 

Werden Sie wehmütig, wenn Sie sich ältere Folgen anschauen?

Behrendt Wehmütig? Nein. Es ist wie ein lebendiges Fotoalbum, es hat auch was sehr schönes, sich das anzuschauen. Ich schaue mir die alten Folgen zwar nicht gezielt an, ich sitze nicht abends vorm Fernseher und begutachte mich, aber manchmal bleibe ich doch mal bei einer Wiederholung hängen. Und da sehe ist natürlich: Die Figur ist reifer geworden, Max Ballauf ist nicht mehr so der Springinsfeld, der Haudegen. Und man selber wird natürlich älter, genau wie die Figur, die man spielt. ski