Mit Menschen arbeiten

Menschen / 03.04.2022 • 16:59 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Simone Marinier, Geschäftsführerin MOHI Bludenz, Michele Burtscher und Ingrid Summer (ebenfalls MOHI Bludenz) erleben die Zusammenarbeit als Bereicherung.
Simone Marinier, Geschäftsführerin MOHI Bludenz, Michele Burtscher und Ingrid Summer (ebenfalls MOHI Bludenz) erleben die Zusammenarbeit als Bereicherung.

Michele Burtscher engagiert sich mit Begeisterung beim MOHI Bludenz.

NÜZIDERS „Zugewandtheit“ ist vielleicht der Begriff, der am ehesten auf Michele Burtscher zutrifft, nämlich Zugewandtheit bei allen Tätigkeiten und vor allem zu den Menschen. „Ich mache alles mit Herz“, betont die sympathische Nüzigerin. Seit Herbst letzten Jahres arbeitet sie beim MOHI Bludenz und dies mit vollem Einsatz und Begeisterung. „Michele ist vom Erscheinungsbild und in ihrer Arbeit sehr freundlich, zuvorkommend und kompetent. Wir erhalten stets begeisterte Rückmeldungen für ihre gewissenhafte und ruhige Art in der Arbeit mit den Klienten“, zeigt sich auch Simona Marinier, Geschäftsführerin des MOHI Bludenz, von ihrer Mitarbeiterin begeistert. Außerdem betont sie, dass Michele über ein unglaubliches Feingefühl verfüge: „Sie ist sehr flexibel und eigentlich überall einsetzbar. Da sie auf ihre intuitive Art recht rasch merkt, welche Bedürfnisse ein Klient hat, ist sie eine Bereicherung für unser gesamtes Team.“

Die Arbeit mit Menschen liegt der 27-Jährigen. „Ich hatte schon in meinen Ausbildungen zur Einzelhandelskauffrau und zur Kleinkindbetreuerin immer mit Menschen zu tun. Eine Arbeit im Büro würde mir überhaupt nicht liegen“, erklärt sie. Für den MOHI habe sie sich schon länger interessiert: „Ich finde die Unterstützung, die den Klienten durch den MOHI geboten wird, sehr wertvoll. Durch die gezielten Hilfestellungen, die ganz individuell angepasst werden, können ältere Menschen oder auch Menschen mit Beeinträchtigungen viel länger zu Hause wohnen.“ Mit der nötigen Unterstützung im Alltag könne so mancher Ausgleich geschaffen werden. Außerdem gefällt der humorvollen jungen Frau die Vielseitigkeit an ihrem Arbeitsplatz: „Ich bin viel unterwegs. Meistens beginne ich den Tag, indem ich einem älteren Herrn beim Ankleiden behilflich bin und ihm das Frühstück mache. Da starte ich um 7.30 Uhr. Dann gehe ich am Vormittag mit einer älteren Dame spazieren, zu Mittag koche ich für eine Familie. Wir betreuen unsere Klienten über eine längere Zeit, es kommt eine gewisse Routine in den Tagesablauf.“ Durch die Gewährung einer gleichbleibenden Betreuung werde eine Vertrauensbasis geschaffen. „In der Heimpflege geht es in erster Linie auch immer darum, eine Beziehung zum Klienten aufzubauen. Das ist ganz wesentlich in unserer Arbeit“, führt sie weiter aus.

Selbstständigkeit fördern

Michele Burtscher ist es ausgesprochen wichtig, ihre Klienten an allen unterstützenden Tätigkeiten teilhaben zu lassen: „Wer rastet, der rostet. Das ist zwar ein altes Sprichwort, enthält aber einen wahren Kern. Mir ist es wichtig, die Selbstständigkeit der mir anvertrauten Menschen so lange wie möglich zu bewahren und zu fördern.“ Sehr spannend findet sie außerdem die Biografien von älteren Menschen: „Es ist schier unglaublich, was manche Leute erlebt haben und dennoch zufrieden mit ihrem Leben sind. Für mich bilden solche Geschichten immer einen Anlass, über das eigene Leben zu reflektieren und mir bewusst zu werden, wie gut ich es eigentlich habe.“ Um ihre Klienten noch besser betreuen zu können, hat die agile Naturliebhaberin vor Kurzem eine Ausbildung zur Heimhelferin begonnen: „Wir lernen sehr viel und vor allem sehr praktische und anwendbare Dinge, aber auch viel über Arzneimittellehre, pflegerische Aspekte, Bewegung und Mobilisation der Klienten sowie Ernährung.“ Ein ganz wichtiges Ausbildungsfach ist jedoch Kommunikation: „Da kann man viel richtig oder auch ganz falsch machen. Ich kann das Gelernte aber auch gut für mich privat anwenden.“

In weiterer Zukunft plant die empathische Heimhelferin auch weitere Ausbildungsschritte. Ein Anliegen ist es ihr, andere junge Frauen und Männer für diesen Beruf zu begeistern: „Bei einem Praktikum gewinnt man Einblick in den Berufsalltag – und findet vielleicht, so wie ich, sehr viel Freude daran. Auch Quereinsteiger sind willkommen.“ BI

„In der Heimpflege geht es in erster Linie darum, eine Beziehung zum Klienten aufzubauen.“

Michele Burtscher hält sich viel in der Natur auf, sie liebt Spaziergänge und Wandern.
Michele Burtscher hält sich viel in der Natur auf, sie liebt Spaziergänge und Wandern.
Malen ist ein weiteres Hobby, dem sie sich mit Begeisterung widmet.
Malen ist ein weiteres Hobby, dem sie sich mit Begeisterung widmet.

Zur Person

MICHELE BURTSCHER

Geboren 21. Dezember 1994

Wohnort Nüziders

Beruflicher Werdegang Einzelhandelskauffrau, Ausbildung Kleinkindbetreuung, Au-pair in England und in Spanien, MOHI Bludenz

Hobbys Malen, Spazierengehen (am liebsten im Wald), Wandern, Basteln

Lebensmotto Ich mache alles mit dem Herz!

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