Lebenslanges Lernen

Menschen / 14.04.2022 • 18:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lebenslanges Lernen

Welche Rolle spielt Weiterbildung bei Ihnen? Die VN haben bei Vorarlbergern
nachgefragt.

Lebenslanges Lernen
Lebenslanges Lernen

Weiterbildung als Selbstverständlichkeit

„Ich bin ein typischer Self-Made-Unternehmer. Permanente fachliche Weiterbildung in meinem erlernten Beruf ist für mich eine Selbstverständlichkeit“, erklärt Alexander Plakolm (60), Inhaber des gleichnamigen Juweliergeschäfts in Bludenz. „Weiterbildung kann in vielfältiger Form erfolgen und bietet zudem für jeden Menschen eine persönliche Bereicherung. Gerade für ältere Arbeitnehmer ist Weiterbildung das Um und Auf, falls ein Berufswechsel ansteht – dies erhöht die Chancen auf eine Anstellung.“

Auch Persönlichkeit weiterentwickeln

„Mit Konrad Paul Liessmann teile ich die Skepsis gegenüber diesem Begriff, denn er erinnert zu sehr an ‚lebenslänglich‘, und das ist ja eher eine Strafe als eine Befreiung durch Wissen“, so Wolfgang Maurer (66), Obmann des Kulturvereins allerArt in Bludenz. „Aber natürlich bin ich der Meinung, dass das Sprichwort ‚Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr‘ total daneben ist. Ich finde es außerordentlich wichtig, dass man sich nicht nur beruflich weiterbildet, sondern auch seine Persönlichkeit weiterentwickelt und sich in einer sich sehr schnell wandelnden Welt immer wieder neu positioniert.“

Fokus auf Teamarbeit

Für Eva King, AK Vorarlberg, bedingen die rasanten Veränderungen im Lebensalltag lebenslanges Lernen: „Ich habe drei Mal in meinem Leben studiert, zuletzt ‚nachhaltige Entwicklung‘, da ich überzeugt bin, dass der Klimawandel die nächsten Jahrzehnte prägen wird.“ Für das Bildungsmodell der Zukunft glaubt sie an Personalisierung und Inklusivität, Konzentration auf projektbasiertes, individualisiertes Lernen und Teamarbeit eher als auf theoretische Bildung: „Inklusion von allen Gesellschaftsgruppen und Abbau von Bildungshemmnissen spielen eine riesige Rolle, um die nächste Generation von Talenten zu fördern.“

Lebenslanges Lernen als Investition in die Zukunft

Yvonne Stroppa (54), Direktorin der Sportmittelschule Nüziders, betrachtet lebenslanges Lernen als wertvolle Investition in die Zukunft: „Beim Begriff ‚Lernen‘ denken die meisten an mühevolle Versuche, sich Wissen zu Themen anzueignen, die sie teils nur mäßig interessierten. Lernen kann aber auch Spaß machen, etwa eine interessante Doku ansehen, sich in verschiedene Themen vertiefen oder eine neue berufliche Herausforderung annehmen. Also suchen wir unsere persönliche gute Verbindung dieser beiden Arten des Lernens, gehen wir wach, neugierig und interessiert durch die Welt – ein Leben lang.“

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