Das machen die Vorarlberger „Promi-Kids“

Menschen / 15.05.2022 • 14:35 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Léna Weber, die Tochter von Bernie Weber ist als Tänzerin erfolgreich.
Léna Weber, die Tochter von Bernie Weber ist als Tänzerin erfolgreich.

Kinder prominenter Persönlichkeiten eifern nicht selten ihren berühmten Eltern nach. Die VN haben sich umgehört.

schwarzach Wie heißt es doch so schön: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Oder etwa doch? Die Kinder prominenter Persönlichkeiten kennen das Rampenlicht schon von klein auf.

„Promi-Kids“ eifern nicht selten ihren berühmten Eltern nach und entscheiden sich dazu, in deren Fußstapfen zu treten. Prominentes Beispiel ist Leni Klum (18), die Tochter von Topmodel Heidi Klum, die erfolgreich den Schritt ins Modelbusiness gewagt hat. Andere wiederum schlagen einen völlig anderen beruflichen Weg ein. Die VN haben sich im Land umgehört und bei den Kindern prominenter Vorarlberger nachgefragt, welchen Einfluss ihre Eltern auf die Berufswahl hatten und was sie von ihren Eltern gelernt haben. Fazit: ob ein Leben im Rampenlicht oder nicht. Die „Promi-Kids“ stehen ihren bekannten Eltern in nichts nach.

Laura Bilgeri und ihr Vater Reinhold.
Laura Bilgeri und ihr Vater Reinhold.

„Mein Elternhaus war und ist für mich Inspiration“, sagt Schauspielerin Laura Bilgeri. So war für die Tochter von Filmemacher, Autor und Musiker Reinhold Bilgeri früh klar, welchen beruflichen Weg sie einschlagen würde. „Ich erinnere mich, dass wir fast täglich ins Kino gegangen sind, als ich klein war“, erzählt Laura Bilgeri, die in Los Angeles und New York lebt und dort ihre Schauspielkarriere vorantreibt. Von ihrem Vater lernte sie vor allem eines: „Er hat mir gezeigt, wie man furchtlos sein Ding durchzieht. Bis ich 14 Jahre alt war, wusste ich noch nicht, dass ich irgendetwas mit dem Showbusiness zu tun haben werde, da ich recht schüchtern war.“ Das habe sich allerdings mit ihrer ersten Rolle in „Der Atem des Himmels“ geändert. „Ich habe für alle Zeit Feuer gefangen“, schwärmt die 26-Jährige. Das Schauspielbusiness beschreibt Bilgeri, die auch musikalisch Erfolge feiert, als hart und abenteuerlich zugleich. „Täglich kann eine neue Tür aufgehen und darauf wieder ein Absturz folgen. Diese Unsicherheiten halten einen sehr wach und machen einen stark.“ Auch wenn sie einen berühmten Vater hat, zähle am Ende nur Typ und Talent, unterstreicht Bilgeri: „Da hilft dir keiner, gerade in den USA. “

Sigrun Mager-Brändle und ihre Tochter Christina.
Sigrun Mager-Brändle und ihre Tochter Christina.

Christina Brändle, die Tochter von Modedesignerin Sigrun Mager-Brändle hat sich schon früh entschieden, in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Mutter zu treten. Nach einem Fashion-Design-Studium, das sie vor zweieinhalb Jahren abschloss, begann sie bei ihrer Mutter im Modeatelier zu arbeiten. „Ich wuchs in einem modeaffinen Haus zwischen Stickereien und Seide auf“, erinnert sich die 27-Jährige an ihre Kindheit zurück. Ihre Mutter habe ihr dabei zwei wesentliche Dinge gelehrt: „Ein Kleid soll eine Frau nicht verkleiden, sondern kleiden und die Qualität des Stoffes ist ausschlaggebend für die Qualität des Looks.“ In Zukunft könnte sich Christina Brändle vorstellen, eines Tages das kreative Schaffen ihrer Mutter zu übernehmen oder sogar ihr eigenes Label zu gründen.

Bernie Weber und Tochter Léna.<br>
Bernie Weber und Tochter Léna.

Léna Weber, die Tochter von Musiker und Grünen-Landtagsabgeordnetem Bernie Weber hat ebenfalls einen künstlerischen Weg eingeschlagen. Seit ihrem zehnten Lebensjahr nimmt Léna Weber an internationalen Tanz-Wettbewerben teil. Dieses Hobby möchte die 21-Jährige nun zu ihrem Beruf machen. Die Feldkircherin tanzt derzeit bei den Eurodancers in Zürich, nebenbei jobbt sie in einem Bioladen. „Gerade erst bin ich von der Cheerleading Weltmeisterschaft in Orlando zurückgekehrt.“ Im September beginnt Weber eine Tänzerinnen- bzw. Tanzpädagoginnen-Ausbildung in Freiburg. „Kreativität war immer sehr wichtig für mich und ich durfte mich immer künstlerisch ausleben und wurde dabei auch immer von meinen Eltern unterstützt“, betont sie. Durch ihren Vater habe sie auch die Leidenschaft zum Gesang und der Musik entdeckt. „Beruflich war für mich von Anfang an klar, dass ich etwas im künstlerischen Bereich machen möchte und dabei stand Tanz immer schon an vorderster Stelle.“

Uli Troy (Mitte) mit seiner Tochter Irma-Maria. (3. v.l.)
Uli Troy (Mitte) mit seiner Tochter Irma-Maria. (3. v.l.)

„Das Musik-Machen und die lustvolle Musikvermittlung sind Dreh- und Angelpunkt meines Berufes sowie meiner Freizeit“, sagt Irma-Maria Troy (31). Die Tochter von Musiker Ulli Troy (Zündschnur & Band) unterrichtet Kinder und Jugendliche an der Waldorfschule in Meran, wo sie eine zweite Heimat gefunden hat. Die musikalischen Gene sind ihr von ihrem Vater in die Wiege gelegt worden. Für sie war schon früh klar, dass sie auch Musik machen würde. „Ich habe vorgelebt bekommen, das Musik-Machen das beste Hobby sein kann und Freude schafft.“ Ihr Alltag sei heute gefüllt mit Singen, Klassenmusizieren, Schulorchester, Geigen-Unterricht, der Betreuung einer Band, der Umsetzung von offenen Sessions in Meran und dem Spielen von Konzerten, erzählt Troy, die ebenfalls Bandmitglied von Zündschnur & Band war. In Südtirol ist sie derzeit in drei Formationen tätig. „Mein Leben hat sich nach und nach geformt – durch viele glücklich verbrachte Stunden beim Musizieren mit Menschen an den verschiedensten Orten, durch Begegnungen und Erfahrungen und durch den positiven Zuspruch meines Umfeldes.“