„Eine universelle Sprache“

Für Christof Waibel ist Musik ein Wunder, das Menschen verbindet.
HOHENEMS Als Teenager begann Christof Waibel Musik zu machen und begeistert solo sowie mit seinen eigenen und befreundeten Bands seit Jahrzehnten das Publikum. Musik ist für ihn eine universelle Sprache, ein Wunder, das glücklich macht und die Menschen verbindet. Mit Freunden spielt er u. a. für die Flüchtlinge aus der Ukraine oder für an Leukämie Erkrankte via „Geben für Leben“. Und wenn’s im Ländle groovt, ist er live dabei. „Ich hab’ mit 14 Jahren ernsthaft mit der Musik angefangen und dadurch viele Freunde aus der ganzen Welt kennengelernt, mit denen ich zusammenspiele und gut befreundet bin. Heute verdiene ich meinen Lebensunterhalt damit und ich weiß nicht, was sonst aus mir geworden wäre. Beim Klavierspielen oder Singen hab’ ich immer noch eine riesengroße Freude und ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt.
Am Anfang war Woodstock
„Angefangen hat alles mit der Lustenauer Rock-Band Woodstock, mit Hanno Pinter, Michael Percinlic, Rainer Oberhauser und Gerry Fitz“, erzählt Christof. „Das war eine tolle, erfolgreiche Jugendzeit, in der wir zwei Alben aufgenommen haben. Dann spielte ich in verschiedenen Bands wie Tequila Sharks oder Rock Candy und hab’ meine eigene Band ,Stompin‘ Howie & the Voodoo Train‘ gegründet, die in neuer Besetzung noch aktiv ist. Momentan bin ich mit vielen tollen Musikern wie Little Konzett, Lorenzo Wilson, John Service, Andi Leumann, Benni Bilgeri, Toni Heidegger, Karl Frierson, Laura Bilgeri u.v.a. auf der Bühne. Alle aufzuzählen würde wohl den Rahmen sprengen.“ Mit seinem Blues-Kollegen Marc Stone aus New Orleans tourte Christof von 2006 bis 2017 in Irland, Frankreich, Luxemburg und Italien auf Blues Festivals und in Clubs. Auch mit den Monroes spielt Christof viele Shows, u.a. 2018 im Olympiastadion in München als Support von Andreas Gabalier. „Das war für mich wie im Film – unglaublich diese Dimensionen. Highlights waren für mich auch die Präsentation meiner ersten Solo-Piano-CD ,Blue Dream‘ in Reichshofssal und die Präsentation der CD ,The Truth and other Lies‘ 2019 mit Billy Watts aus LA im Freudenhaus.“
Raum für Improvisation
„Das Besondere an Jazz, Blues, Rock, Boogie oder Salsa ist, dass man eine gewisse Freiheit hat und Raum für Improvisation gegeben ist“, sagt der Pianist und Sänger über seine favorisierten Stilrichtungen. Gerade in Zeiten wie diesen und nach Corona steht Musik für Glücksgefühle. „Mich persönlich macht Musik glücklich. Sie ist eine universelle Sprache – ein Wunder. Bei einem Konzert fühlen sich die Menschen frei. Mit Musik kann man alle Arten von Gefühlen ausdrücken. Sie ist so vielseitig, jeder kann aussuchen, was ihm gefällt oder für den Moment passt.“ Freude bereitet Christof, wenn junge Leute Musik machen. „Oft komm’ ich nach Hause und höre meine Tocher Naima an der Gitarre oder meinen Sohn Noa am Bass. Als Lehrer in der Musikschule Lustenau motiviere ich Kinder und Jugendliche zum Musizieren. Ich spüre, dass es ihnen gut tut. Es braucht viel Ausdauer und Übung, um ein Instrument spielen zu können, aber es lohnt sich. Ich hab’ Respekt vor jedem, der das macht!“ Bei etwa 100 Auftritten pro Jahr findet Christof dennoch Zeit für die Familie. „Das sind im Schnitt zwei Auftritte pro Woche.
Auf meine Familie bin ich stolz, wir waren gerade in Corona-Zeiten viel in der Natur oder haben gemeinsam Musik gemacht. Live zu spielen hat mir gefehlt, aber wir haben Livestreams gemacht und mit Laura Bilgeri habe ich ein tolles Live-Album aufgenommen.“ VD
„Mich macht Musik glücklich und fürs Publikum ist sie ein Gefühl der Freiheit.“



Zur Person
Christof Waibel
Geboren am 15. 4. 1973 in Feldkirch
Wohnort Hohenems
Ausbildung Handelsakademie Lustenau, Pädagogische Akademie Feldkirch
Beruf(ung) Musiklehrer in der Musikschule Lustenau, freiberuflicher Musiker
Familie verheiratet mit Christine, Kinder Noa (21) und Naima (15)
Hobbys Sport, Joggen, Schwimmen, Skifahren, Mountainbiken, Wandern, natürlich Musik
Lebensmotto „Let the good times roll“
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