Royales Abspecken ein „No Go“

Menschen / 08.11.2022 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neben Charles wird unter anderem seine Ehefrau Camilla royale Aufgaben übernehmen. apf
Neben Charles wird unter anderem seine Ehefrau Camilla royale Aufgaben übernehmen. apf

Zeitgemäß und modern wolle er als Regent handeln, hörte man Charles sagen. Sein Anliegen, die Zahl der arbeitenden Royals zu reduzieren. Durch diese Maßnahme wären die britischen Steuerzahler entlastet.

Doch nun änderte er als König seine Meinung. Zwei Royals haben sich selbst aus dem Rennen genommen: Prinz Harry hat das Königshaus Richtung USA verlassen und Prinz Andrew fiel bereits zu Lebzeiten der Queen in Ungnade, nachdem er in den unappetitlichen Skandal rund um Jeffrey Epstein verwickelt war. Jetzt wird es auch unter Charles III. weiterhin elf Personen, die offiziell im Namen der Krone tätig sind, geben. Neben Charles werden Camilla, Thronfolger William und Ehefrau Catherine, Schwester Anne, Bruder Edward und Ehefrau Sophie, der Herzog und die Herzogin von Gloucester, Prinzessin Alexandra und der Herzog von Kent royale Aufgaben übernehmen.

Immerhin sind jährlich 3500 Veranstaltungen wahrzunehmen. Und da wird ganz besonders akribisch Buch geführt, wer denn im britischen Königshaus die meisten Termine wahrnimmt. Seit Jahrzehnten ist die einzige Tochter der Queen die Fleißigste: Prinzessin Anne. Sie liegt 2021 mit 387 wahrgenommenen Terminen an der Spitze, gefolgt von Bruder Charles mit 385 und dessen ältestem Sohn William mit 235 Terminen.

Auch die Queen mit ihren 95 Jahren war 2021 selbst 184 Mal im Einsatz. Sie nahm ihre Aufgaben als Regentin sehr ernst und war im wahrsten Sinne des Wortes das „fleißige Lieschen“.

Hingegen ist Herzogin Catherine von Cambridge laufend mit Vorwürfen konfrontiert, sie sei im Gegensatz zur verstorbenen Lady Diana faul. Diana habe sich für mehr Wohltätigkeitszwecke eingesetzt. Denn Catherine steht mit 29 Terminen an drittletzter Stelle der „Arbeitsstatistik“. Immer öfter werden Stimmen laut, wie es denn mit der Monarchie weitergehen kann, wenn die jüngere Generation so wenig arbeite, also auch wenig Interesse an der Monarchie zeige.

„Als Thronfolger war King Charles III. für eine verschlankte Monarchie.“

Lisbeth Bischoff ist Adelsexpertin und lebt in Dornbirn

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.