Unterlassungsklage von Boris Becker abgewiesen

Menschen / 15.11.2022 • 21:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Offenburg Der Ex-Tennisstar Boris Becker ist mit seiner Unterlassungsklage gegen den TV-Komiker Oliver Pocher vor Gericht gescheitert. Becker werde durch einen Fernsehbeitrag des Comedians nicht in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt, entschied das Offenburger Landgericht am Dienstag, wie eine Sprecherin mitteilte. Strittig war vor Gericht ein Fernsehbeitrag aus der RTL-Sendung “Pocher – gefährlich ehrlich” vom Oktober 2020. Becker verlangte laut seinem Anwalt Samy Hammad, dass der Beitrag nicht mehr gesendet und im Internet gelöscht wird. Die Veröffentlichung sei möglich, da es sich um “Bildnisse der Zeitgeschichte” handle, so das Gericht. Es nannte auch explizit die Belange der Meinungs- und Rundfunkfreiheit. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig. In dem TV-Beitrag wurde unter dem Slogan “Make Boris rich again” ein Spendenaufruf gestartet. Nach Gerichtsangaben ist zu sehen, dass Becker das Geld auch bekam – aber ohne davon zu wissen. Es war in einen vermeintlichen Modepreis eingearbeitet, der Becker in der Sendung verliehen wurde.

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