Prinz Harry wollte Skilehrer in Lech werden

Menschen / 11.01.2023 • 21:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prinzessin Diana mit Harry und William bei einer Kutschenfahrt im Nobelskiort. Reuters
Prinzessin Diana mit Harry und William bei einer Kutschenfahrt im Nobelskiort. Reuters

Sein Vater, König Charles III., war von seinem Berufswunsch nicht begeistert.

Los Angeles, Lech Prinz Harry (38) träumte während seiner Schulzeit davon, in Lech Skilehrer zu werden. Der Brite schrieb in seinen kürzlich erschienenen Memoiren von seinem ungewöhnlichen Berufswunsch. „Ein Teil von mir wollte wirklich etwas vollkommen Unerwartetes machen, etwas, bei dem jeder in der Familie, im ganzen Land aufhorchte und sagte: Was zum …“, heißt es in seiner Autobiografie „Spare“ (deutsch: „Reserve“).

Schöne Erinnerungen

Während seiner Zeit in der Eliteschule Eton machte sich Harry Gedanken über seine berufliche Zukunft. Zunächst dachte er daran, in einem Ski-Resort in Lech am Arlberg zu arbeiten, „in das Mummy immer mit uns gefahren war“. Er hätte so schöne Erinnerungen an die Zeit in dem Ort mit seiner 1997 verstorbenen Mutter, Prinzessin Diana, gehabt. „Genauer gesagt, wollte ich in der Fondue-Hütte im Ortszentrum arbeiten, die Mummy geliebt hatte. Dieses Fondue konnte dein Leben verändern“, schrieb Harry auf Seite 105 der deutschen Ausgabe seines Buches. In Klammer fügte er seine heutige Einschätzung zu seinen Plänen hinzu: „Ich war wirklich so wahnsinnig.“ Danach kam der Wunsch auf, dort Skilehrer zu werden.

Sein Vater, König Charles III. (74), war wenig angetan von seinen Überlegungen: „Kommt nicht infrage“, soll er zu Harry gesagt haben. Aber Harry machte sich laut eigenen Aussagen viele Gedanken darüber, seinen eigenen Weg und seine Bestimmung in der Welt zu finden. Er habe schon damals über einen Ausbruch aus dem royalen Leben nachgedacht: „Ein Teil von mir wollte alles hinschmeißen und verschwinden – wie Mummy es getan hatte.“

Bestsellerliste gestürmt

Schon am ersten Verkaufstag haben die Memoiren von Prinz Harry die Bestsellerliste gestürmt. Transworld, der Verlag hinter dem Werk mit dem Titel „Spare“, gab fürs Vereinigte Königreich die Zahl der am Dienstag verkauften Ausgaben in allen Formaten – also Hardcover, E-Book und Audiobuch – mit 400.000 an.

Im Buch thematisiert Harry seinen Groll über seine Reservistenrolle im Schatten seines älteren Bruders Prinz William. Über Harrys Erfahrungen mit Kokain- und Cannabiskonsum ist in „Spare“ ebenso zu lesen wie über seine Zeit als Apache-Hubschrauberpilot der britischen Streitkräfte. Breiten Raum nimmt in seinen Memoiren seine Trauer um seine tödlich verunglückte Mutter Prinzessin Diana ein.

Prinz Harry ist mit seinen Memoiren täglich in den Schlagzeilen. dpa
Prinz Harry ist mit seinen Memoiren täglich in den Schlagzeilen. dpa
Schöne Erinnerungen: Prinzessin Diana beim Skifahren mit ihren Söhnen in Lech im Jahr 1994. Reuters
Schöne Erinnerungen: Prinzessin Diana beim Skifahren mit ihren Söhnen in Lech im Jahr 1994. Reuters
Prinz Harry war auch in der „The Late Show“ von Stephen Colbert zu Gast.
Prinz Harry war auch in der „The Late Show“ von Stephen Colbert zu Gast.

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