Spanien-Prozess gegen Hells-Angels-Boss hat begonnen

Menschen / 23.01.2023 • 22:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

madrid Eine drohende lange Zeit hinter Gittern lässt den früheren Rocker-Boss Frank Hanebuth offenbar kalt. Zum Auftakt eines Strafprozesses in Spanien gegen ihn und 48 weitere mutmaßliche Ex-Mitglieder und Helfer der Motorradgang Hells Angels gab sich der 58-Jährige aus Hannover gelassen. Er habe nichts zu befürchten, sagte er gestern der „Mallorca Zeitung“, bevor er im Saal des Nationalen Staatsgerichtshofes in San Fernando de Henares bei Madrid auf der Anklagebank Platz nahm.

Der fast zwei Meter große ehemalige Boxer, der vor knapp zehn Jahren, im Sommer 2013, bei einer spektakulären Razzia auf Mallorca zusammen mit mehreren mutmaßlichen Mittätern unter Vorwürfen wie Bildung einer kriminellen Vereinigung, Zuhälterei, Drogenhandel und Bedrohung festgenommen worden war, beteuerte vor den zahlreich erschienenen Journalisten: „Ich bin froh, dass es endlich losgeht.“

Die Staatsanwaltschaft fordert für Hanebuth insgesamt 13 Jahre Haft. Die ihm und den anderen Angeklagten zur Last gelegten Straftaten sollen in den Jahren 2009 bis 2013 auf Mallorca begangen worden sein – vor allem an der Playa de Palma, dem berühmten „Ballermann“. Hanebuth soll die Hells Angels auf der Ferieninsel angeführt haben. Die Anwälte des Deutschen versichern derweil, es gebe keine Beweise. 

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