Dauerkippen bringt nichts

Miete / 16.02.2017 • 10:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kalte Winterluft ist trockener als warme Raumluft. Foto: Shutterstock
Kalte Winterluft ist trockener als warme Raumluft. Foto: Shutterstock

Luftfeuchtigkeit. Solange es draußen kalt ist, herrscht in geheizten Zimmern trockene Luft.

Viele sind versucht zu lüften oder selbst im Winter Fenster auf Dauerkipp zu stellen, um die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu erhöhen. Dabei hilft dies nicht – im Gegenteil! Durch intensives Lüften führt man immer wieder wasserarme Außenluft ins Rauminnere nach. Eine Lösung besteht daher, Luft in beheizten Räumen mit Hilfe von Zimmerpflanzen oder mit technischen Geräten anzufeuchten.

Relative Luftfeuchte

Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen – mit zunehmender Temperatur steigt die durchschnittliche Geschwindigkeit der Wassermoleküle. Daraus resultiert, dass sich an der Oberfläche zwischen Wasser und Luft mehr Wassermoleküle aus dem Wassermolekülverband lösen können. Nimmt die Temperatur ab, so werden mehr Wassermoleküle eingefangen als an die Luft gesetzt und der Wassergehalt verringert sich. Wie viel Wasser maximal aufgenommen werden kann, hängt von der Temperatur ab. Wie viel von diesem Maximalwert dabei erreicht wird, beschreibt die sogenannte relative Luftfeuchte. Optimal für ein gutes Raumklima ist eine relative Feuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent.

Lüften trocknet Raumluft

Grund für die trockene Innenluft in der kalten Jahreszeit ist, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kühle Luftmassen. Gelangt im Winter kalte Außenluft in den Innenraum und wird erwärmt, dann wird die Luft trockener. Je länger gelüftet wird, desto trockener wird die Raumluft. Selbst wenn es im Freien regnet oder nieselt, ist die frische Winterluft sehr trocken. Die optimale Raumtemperatur tagsüber zum Arbeiten und Wohnen liegt zwischen 20 und 22 Grad Celsius. Das Schlafzimmer sollte nicht mehr als 18 Grad haben.

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