Duldung der Besichtigung

06.04.2017 • 08:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Besuch von Nachmietern sollte für alle Beteiligten positiv verlaufen. Foto: Shutterstock
Der Besuch von Nachmietern sollte für alle Beteiligten positiv verlaufen. Foto: Shutterstock

Recht. Nachmieter dürfen zu vereinbarten Terminen die Mietwohnung betreten.

Ob allein oder in Begleitung des Vermieters – wenn Nachmieter die noch bewohnten Räume betreten, ist das nie angenehm. Womöglich wurde sogar ein Besichtigungstermin mit einer ganzen Gruppe von Interessenten vereinbart – da macht man sich als Nutzer einer Wohnung für die Dauer des Spektakels lieber aus dem Staub. Andere möchten anwesend bleiben, um allzu neugierige Gäste, die auch das Schlafzimmer oder begehbare Schränke genau inspizieren möchten, in die Schranken zu weisen. Das Begehungs- und Besichtigungsrecht ist im Mietrecht und Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, teilweise auch in Mietverträgen geregelt.

Zumutbarkeit

Klar ist: der Vermieter hat das Recht, mit potenziellen Nachmietern die Wohnung zu betreten. Allerdings muss dies mindestens 48 Stunden vorher vereinbart werden oder ein Termin festgesetzt werden, der auch dem Mieter passend erscheint. Der Vermieter darf Nachschau halten, in welchem Zustand sich die Wohnung befindet. Es ist sein berechtigtes Interesse, dass die Wohnung nur möglichst kurz oder am besten gar nicht leer steht. Allerdings
sollen Besichtigungen nur in einem zumutbaren Ausmaß stattfinden. Allzu aufdringliches oder ungebührliches Verhalten von Interessenten kann selbstverständlich in die Schranken gewiesen werden. Wer ohne die Schuhe auszuziehen in Wohnräumen herumtrampelt, fremde Kästen öffnet oder gar während einer Besichtigung filmend durch die Wohnung läuft, sollte nachdringlich auf sein Fehlverhalten hingewiesen werden. Fremdes Hab und Gut – sprich Interieur sowie persönliche Gegenstände wie Bilder, Fotos etc. darf übrigens nicht fotografiert oder gefilmt werden.