Hellhörige Wohnung, was tun?

Miete / 11.12.2019 • 15:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Lärm beeinträchtigt die Lebensqualität.foto: shutterstock
Lärm beeinträchtigt die Lebensqualität.foto: shutterstock

Wenn der Nachbar durch seine Wohnung geht, klingt das nach Elefantengetrampel. Läuft im TV ein Krimi, glaubt man den Schuss neben sich zu hören. Was tun?

konfliktpotenzial Alltagslärm kann sehr nerven. Ist eine Wohnung zu hellhörig, liegt dies evtl. daran, dass der bauseitige Schallschutz zu gering ausgefallen ist. Dies kann nur über eine Messung herausgefunden werden. Manche Personen sind jedoch nur sehr empfindlich. Trotz normgerechtem Schallschutz fühlen sie sich von Lärm belästigt. Geräusche übertragen sich als Schwingungen in festen Baukörper wie Wänden und Rohren. Bauliche Veränderungen sind für Mieter schwierig, doch auch ihnen bleiben mehrere Schallschutzmittel.So kann man mit Möbeln an Wänden eine Schallbarriere bilden. Zu beachten ist auch, dass große, glatte Flächen Schall reflektieren. Hier nutzen bereits Gardinen, hochflorige Teppiche, Kommoden oder Raumteiler, um den Schall besser zu schlucken oder zu verteilen. Sogar textile Wandbilder dämpfen unerwünschten Schall aus der Nachbarwohnung.

Am besten ist natürlich, mit dem Nachbarn das Gespräch zu suchen und zu bitten, dass nach
22 Uhr mehr Ruhe herrscht. Dies betrifft intensives Laufen ebenso wie Radio, TV-Gerät oder Spielkonsole. Ein rücksichtsvoller Umgang untereinander erspart den Weg zum Gericht. Zu beachten ist auch, dass es von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Ruhezeiten gibt und auch Hausordnungen Lärm gesondert regeln.

Vermieter informieren

Wer sich durch bauliche Maßnahmen Hilfe gegen den Lärm erhofft, muss dies unbedingt mit seinem Vermieter absprechen. Einfach ohne Erlaubnis zu fragen abgehängte Decken oder Rigipswände einzuziehen, ist nicht ratsam. Zudem können bei nicht sachgemäßer Ausführung neue Schallbrücken entstehen. Der Vermieter ist daher in allen Fragen zum Lärm erster Ansprechpartner.