Gasflaschen: im Keller tabu!

Miete / 22.10.2020 • 15:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Lagerung von Flüssiggas ist gesetzlich geregelt. shutterstock
Die Lagerung von Flüssiggas ist gesetzlich geregelt. shutterstock

Das Lagern von Flüssiggasflaschen in Kellerräumen unter Erdniveau oder
anderen geschlossenen Räumen ist nicht zulässig.

Sicherheit. Vor allem in Wohnanlagen, wo viele Parteien ohne Wissen der Nachbarn unterschiedlichste Gegenstände in Kellerabteilen lagern, könnte die Menge des gelagerten Gases zu einer große Gefährdung der gesamten Bewohner werden. Gasflaschen dürfen nicht im Keller gelagert werden. Selbst wenn Flüssiggasflaschen sorgfältig auf Dichtheit untersucht, das Ventil fest verschlossen und die Schutzkappe platziert wurde, ist ein Verschleißleck nicht auszuschließen. Bereits ein kleines Leck sorgt dafür, dass Gas austritt, zu Boden sinkt und sich dort ansammelt. Gasansammlungen im Keller ergeben zusammen mit Luft eine hochexplosive Mischung. Um diese zu zünden, reicht oft schon ein kleiner Funke, wie er beispielsweise durch die Betätigung eines Lichtschalters – oder durch das Einschalten des Gefrierschrankes entstehen kann. Wenn aus dem Keller Gasgeruch wahrzunehmen ist, ist es bereits gefährlich. In hohen Konzentrationen wirkt das Gas außerdem tödlich.

Gasflaschen stehend lagern

Das in Österreich üblicherweise eingesetzte Flüssiggas ist Propan. Die Lagerung von bis zu 15 kg ist in der Flüssiggasverordnung geregelt. Gasbehälter müssen immer im Freien und am besten stehend gelagert werden. Ein überdachter, schattiger, trockener Platz auf dem Balkon oder der Terrasse oder im Carport bietet sich dafür an. Auch vermeintlich leere Gasflaschen müssen im Freien gelagert werden. Bei niedrigen Temperaturen zieht sich das Gas zusammen und tritt nicht mehr so leicht aus. Bei hohen Temperaturen wird der Druck in der Gasflasche erhöht und es kann eher zum ungewollten Austritt von Gas kommen. Niedrige Temperaturen im Winter stellen für die Gasbehälter daher kein Problem dar. Für Betriebe hingegen gibt es ausgewiesene Flüssiggaslagerräume und Explosionsschutzzonen.

Weitere Informationen auf

www.auva.at

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