„City-SUV“ Skoda Kamiq ist für Stadt und Land gebaut

Mobilität / 08.09.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kantig und schick: Die VN sind den neuen Skoda Kamiq bereits gefahren. Zu den Händlern rollt der Neuzugang Ende September.

Sie nennen ihn „City-SUV. Aber der Kamiq wird auch draußen auf dem Land gute Figut machen.

So richtig mini ist er jedenfalls nicht, der kompakte Tscheche aus dem VW-Konzern, mit dem sich Skoda erneut als SUV-Marke profiliert. Und allmählich alles andere in den Schatten stellt, was aus Mlada Boleslav kommt.

Skoda-SUV sind jedenfalls die Renner, clever gebaut und immer schlau genug, ein wenig mehr zu bieten als der Mitbewerb. Ein paar Zentimeter mehr als die direkten Konzernkonkurrenten, selbst wenn sie VW heißen. Dazu mit einigen originellen Zugaben angereichert wie etwa dem Eiskratzer in der Tankklappe, dem Regenschirm in der Fahrertür oder ausfahrbarem Türkantenschutz.

Allradverzicht

In dieser Tonart geht es auch weiter beim Kamiq (kommt aus der Sprache der Inuit, bedeutet in etwa ,,perfekt passend“). Ausstattungsmäßig ist Skodas Klein-SUV gerüstet wie ein großer. So ziemlich alles ist möglich bis hin zur automatisch öffnenden elektrischen Ladeklappe. Nur Allrad nicht, bedauerlicherweise. Skoda sieht zu wenig Bedarf für kleine Allradler, obwohl gerade auf diesem Sektor die Konkurrenz überschaubar ist.

Kein Schnäppchen

Die Basismodelle (95 PS, Fünfgang) ab stattlichen 19.570 Euro sind eher karg ausstaffiert. Aber über diverse Pakete, Motor und Antriebsvarianten sind Preise jenseits der 30.000er-Marke durchaus möglich. Obwohl aus dem Osten kommend, ist der Kamiq also kein Schnäppchen.

Er bietet aber auch einiges fürs Geld: ansprechende Fahrleistungen mit allen Triebwerken, selbst mit den sparsamen dreizylindrigen Turbobenzinern, und einen viel besseren Fahrkomfort, als man ihn von einem 4,24 Meter langen Kompaktauto erwarten darf. Ob komfortabel oder (auf Knopfdruck) sportlich eingestellt, ist weit mehr drin im Kamiq als nur eine Cityrunde.

Für höhere Aufgaben gerüstet

Er ist mit seinem Innenraumkonzept auch trefflich gerüstet für höhere Aufgaben familiärer Natur. 400 Liter schluckt der Kamiq via niedriger Ladeklappe. 1400 Liter sind es, wenn man die asymetrisch teilbare Rückbank umlegt. Da geht auch Sperriges rein (bis zu zweieinhalb Metern). Das Cockpit krönt ein ziemlich gewaltiges Display, auf dem alles sehr ordentlich und übersichtlich dargestellt ist, was der Kleine an Assistenz- und Infotainmentsystemen bereithält. Das ist überraschend viel mehr als man einem ,,City-SUV“ zubilligt. Die diversen Luxusgüter bis hin zur Ambiente-Beleuchtung schlagen sich allerdings auch in den Anschaffungskosten nieder.

Kantiges Outfit

Richtig schick gibt sich das kantige Outfit. Die Bodenfreiheit, die großen Räder und die neuen dynamischen Blinker über den LED-Scheinwerfern fügen sich zu einem gelungenen Gesamtbild. Das neue Selbstbewusstsein findet auf der Ladeklappe Ausdruck: S K O D A steht jetzt drauf, unübersehbar. Franz Muhr