So gut ist die zweite Generation des Audi A1

Mobilität / 05.10.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der A1 ist in der Länge auf über vier Meter angewachsen, bietet im Innenraum damit deutlich mehr Platz. VN/STEURER

Audi hat den A1 Sportback kräftig aufgerüstet. Auch der Fahrspaß kommt nicht zu kurz.

Schwarzach Der kleinste Audi ist gewachsen. Knapp sechs Zentimeter sind in der Länge dazugekommen. Womit er jetzt über vier Meter misst. Nicht, dass man ihm das gleich ansehen würde, aber praktisch ist es dennoch. Vor allem innen bietet die zweite Generation deutlich mehr Platz. Am Charakter hat sich dennoch nichts geändert. Der A1 Sportback ist das Einstiegsmodell geblieben, knackig in den Abmessungen und damit wie gemacht für den urbanen Lifestyle. Wobei man das Küken in der Modellfamilie gar nicht so sehr in Stadt und Land einordnen muss. Der A1 kann freilich mehr als nur kleine Parklücken. Selbst auf der Langstrecke hinterlässt der Ingolstädter einen guten Eindruck. Er ist erwachsen geworden, kann Premium im Kleinformat. Audi verspricht Oberklasse, halt kompakt verpackt.

Modern statt retro

Optisch ist die zweite Generation eine geglückte Weiterentwicklung des ersten A1, der seit 2010 gebaut wird. Die Überhänge sind kürzer, das Design geschärft. Die Anleihen am Ur-Quattro sind zwar unübersehbar, ins Retro-Fach will der A1 Sportback dennoch nicht gesteckt werden. Zu modern wirken der markante Grill und die LED-Leuchten.

Das Längenwachstum sorgt für mehr Platz im Kofferraum.
Das Längenwachstum sorgt für mehr Platz im Kofferraum.

Statt verstaubter Vergangenheit hielt im Innenraum die Gegenwart Einzug. Audi hat alles reingepackt an Hightech, was nur geht. Vollvernetzt mit virtuellem Cockpit ist der A1 wohl noch einige Jahre am Stand der Technik. Das Oberklasse-Versprechen hält Audi auch bei Assistenzsystemen. Nur weil er kleiner ist, gibt es bei Komfort und Sicherheit keine Kompromisse.

Fahrerorientiertes Cockpit

Das Cockpit ist fahrerorientiert, das Fahrwerk auf Agilität ausgerichtet. Der Fahrspaß kommt jedenfalls nicht zu kurz. Allerdings ist der 116 PS starke Vierzylinder Benziner keine Offenbarung in Sachen Sportlichkeit. Fährt brav, ist auch einigermaßen sparsam, aber eben doch etwas träge. Null auf 100 geht gerademal in unter 10 Sekunden. Dafür begnügt er sich laut Norm mit unter fünf Litern (im Test 6,2 Liter). Die 7-Gang-Automatik unterstützt den guten Komforteindruck. Zu den ordentlichen Fahreindrücken kommt mit der Neuauflage jetzt ein deutlich gesteigertes Platzangebot. Auf allen Sitzplätzen ist das Raumgefühl verbessert und auch das Gepäckabteil ist gewachsen (335 Liter, plus 65 Liter).

Stimmiges Gesamtpaket

Die Wendigkeit eines Kleinwagens in Kombination mit dem technischen Angebot eines Oberklassefahrzeugs machen den A1 zu einem höchst attraktiven Vertreter seines Segments. Allerdings haben Features einer höheren Fahrzeugklasse auch ihren Preis. Schnäppchen ist der A1 jedenfalls keines. Ändert nichts am überzeugenden Gesamtpaket des Lifestyle-Zwergs.

Audi A1 Sportback

Motor/Antrieb 1-Liter Vierzylinder Benziner mit 116 PS, 200 Nm, Frontantrieb, 7-Gang-Automatik

Fahrleistungen/Verbrauch 0 auf 100 in 9,5 Sek; Spitze 203 km/h, Verbrauch 4,9 l (Test: 6,2l)

Preis ab 27.760 Euro; Testwagen 37.041 Euro

Der A1 präsentiert sich mit fahrerorientiertem Hightech-Cockpit.
Der A1 präsentiert sich mit fahrerorientiertem Hightech-Cockpit.