Getestet: Das kann der neue Peugeot 2008

Mobilität / 21.12.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
WERK

Für Ansprüche der besonderen Art: Wir sind den neuen Peugeot 2008 bereits gefahren.

Schwarzach SUV ist ja mittlerweile umkämpft wie kein anderes Segment unter den Auto-Typen. Und existiert in allen Schattierungen. Kantiger Allrad-Kasten fürs Grobe, das ist längst vorbei. SUV für Ansprüche aller Art heißt jetzt die Devise. Auch unter den Kleinen und Kompakten tummeln sich SUV für den täglichen Gebrauch. Gilt er doch als besonders praktisch, so ein Soft-Geländewagen, auch wenn ein klassischer Kombi nicht minder zweckmäßig wäre. Und aerodynamisch betrachtet sogar vorteilhafter.

Das Erfolgskonzept heißt jedoch SUV, selbst dann, wenn es ohne Allradantrieb daher kommt wie der neue 2008. Hauptsache markant. Und markant ist der kompakte Franzose im Vergleich zu harmlos-charmlosen deutschen Mitbewerbern und raffiniert durchgestaltet in neuem Design. Futuristisch wie kaum ein anderer, beherrscht von modernen Technologien einschließlich neuem digitalen 3D-Kombiinstrument. Es ist der Clou im farbenfrohen Cockpit, denn es vereint neueste Fahrerassistenzsysteme ,,aus höheren Segmenten“, wie Peugeot betont.

Buntes Treiben

Digi-Affine, der Touch-Arbeitsweise Zugeneigte werden an dem bunten Treiben ihre Freude haben. Von hier aus ist es geistig auch nicht weit zum Peugeot e-2008, der vollelektrischen Version des neuen Kompakt-SUV.

Natürlich ist er auch als Benziner oder Diesel zu haben. Aber die Elektroversion fügt sich besonders gut ins Erscheinungsbild des mutigen Franzosen, der seine Österreich-Premiere im Jänner auf der Vienna Auto Show feiert und dann ab April auf dem Markt sein wird, zu Preisen ab 22.500 Euro

320 ,,Elektrokilometer“

Der Vollelektriker unterscheidet sich lediglich durch einige Design­elemente von den Verbrennern –und von den meisten Konkurrenten mit einer dank 50-kWh-Batterie respektablen Reichweite von 320 Kilometern, sofern man das ,,Gaspedal“ (sollte eigentlich ,,e-pedal“ heißen oder so ähnlich) gefühlvoll behandelt. An Temperament fehlt es dem 100 kW/136 PS starken e-SUV keineswegs. Im Bedarfsfall lässt er (mit seinen 260 Nm Drehmoment aus dem Stand) Benziner und Diesel locker stehen.

Fordert weniger Mitarbeit, das elektrische Fahren. Schalten oder der Umgang mit den Schaltwippen der Achtufenautomatik entfällt ebenso wie der Tankstellenbesuch. Die Garantie für die Batterie beträgt acht Jahre oder 160.000 Kilometer bezogen auf 70 Prozent der Ladekapazität. Tipp für die Elektro-Praxis: Sanftes Laden (wenig Schnell-Ladungen) schont den Akku.

Mit einer Länge von 4,30 Metern ist der neue 2008 um 14 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Das großzügigere Raumangebot verbessert den Komfort für die Hinterbänkler. Das Innenleben gefällt durch hochwertige Materialien. Der 3D-Effekt des i-Cockpits zeigt wichtige Informationen näher an und verbessert so die Reaktionszeit um eine halbe Sekunde, sagen die Schöpfer des Systems. Das gewöhnungsbedürftige Klein-Volant öffnet den wachen Blick auf die 3D-Show. VN/Franz Muhr

Peugeot 2008

Motoren/Antrieb 3-Zylinder-Benziner 100, 130 und 155 PS; Diesel 1,5 l Vierzylinder, 130 PS, Schaltgetriebe oder Achtstufenautomatik, e-2008: Elektromotor mit 100 kW/136 PS

Preis ab 22.500 Euro, e-2008 ab 37.200 Euro

Marktstart Jänner 2020