Was sich beim neuen Hyundai Ioniq Hybrid geändert hat

Mobilität / 11.01.2020 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hyundai hat 2016 den elektrifizierten Ioniq auf den Markt gebracht. Jetzt wurde er dezent überarbeitet. VN/STIPLOVSEK

Der Prius aus Korea: Feinschliff für den Ioniq Hybrid

Schwarzach Bei alternativen Antrieben drückt der koreanische Konzern um die Marken Hyundai und Kia längst aufs Tempo. Bereits 2016 hat Hyundai mit dem Ioniq eine elektrifizierte Modellbaureihe auf den Markt gebracht. Ende des Vorjahres wurde der Ioniq, den es als Hybriden mit und ohne Stecker sowie als reines Batterieauto gibt, aufgewertet. Wir haben uns für den Test das Hybridmodell bestellt, quasi den koreanischen Prius. Beim Antrieb ist alles beim Alten geblieben. Das war offensichtlich gut genug, um dem Hybrid-Pionier von Toyota Paroli zu bieten. So wird auch die aufgefrischte Version von einem 1,6-Liter Benziner angetrieben, der im Verbund mit einem 43-PS-Elektromotor agiert. Die Systemleistung liegt bei 141 PS, ein Drehmoment von 265 Nm sorgt für ordentliche Fahreindrücke. Laut Datenblatt schafft der Ioniq den Sprint auf Tempo 100 in rund elf Sekunden. Tatsächlich wirkt der geräumige Fünftürer deutlich agiler. Dem tiefen Schwerpunkt ist es zu verdanken, dass auch in Kurven der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Sparsam unterwegs sein kann man auch ohne echten Verzicht. Der Hyundai Ioniq ist jedenfalls der beste Beweis dafür. Angenehm: das harmonische Zusammenspiel von E-Motor, Benziner und 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Im Bestfall schafft der Koreaner 100 Kilometer mit rund 4 Litern. Im Test stand eine 5 vor dem Komma (5,2 Liter). Das kann sich in Wintermonaten mit Zusatzverbrauchern sehen lassen.

Nachgeschärft hat Hyundai bei der Optik. So wurden Kühlergrill und Leuchten überarbeitet. Neu ist eine markante Chromleiste an der Frontlippe. Innen sticht ein neu gestaltetes Armaturenbrett mit jetzt bis zu 10,25-Zoll großem Bildschirm ins Auge. Zudem haben neue Fahrerassistenzsysteme Einzug gehalten. Der Preis für die zusätzliche Sicherheit sind nervende Piepstöne. Irgendeiner der elektronischen Helfer macht sich praktisch immer bemerkbar. Das geht natürlich schon in Ordnung, wenn dadurch Unfälle vermieden werden.

Mit dem Update hat Hyundai den Ioniq zeitgemäß aufgewertet – und das in allen Belangen.

Hyundai Ioniq Hybrid

Motor/Antrieb 1,6-Liter Benziner und E-Aggregat, 141 PS Systemleistung, 265 Nm; 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb

Fahrleistungen/Verbrauch 0 auf 100 in 11,1 Sek, Spitze 185 km/h, Verbrauch 4 l (Test: 5,2 l)

Preis ab 34.490 Euro