Diese drei Apps erlauben künftig bargeldloses Parken

Mobilität / 21.02.2022 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Diese drei Apps erlauben künftig bargeldloses Parken
EasyPark ist das neue ParkNow in Vorarlberg. Doch die App bekommt Konkurrenz. Stadt BRegenz

14 Gemeinden in Vorarlberg ermöglichen den Parkschein am Handy. Der Platzhirsch wird nun um zwei weitere Apps ergänzt.

Dornbirn Mit März haben Autofahrer beim Parken neue Wahloptionen. Seit 2018 konnte in den Vorarlberger Gemeinden nur mit der App ParkNow aus dem Hause BMW Group und Daimler Mobility AG der Parkplatz bargeldlos bezahlt werden. Dieser Dienst wurde vor einem halben Jahr von EasyPark übernommen. Seit Anfang Februar wird ParkNow und dessen Kundenstamm in EasyPark integriert. Nun rollen zwei weitere Park-Apps auf den Vorarlberger Markt.

Mehr Anbieter denkbar

Möglich wurde dies durch eine Kooperation des Vorarlberger Gemeindeverbands mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die Apps haben vieles gemein: Ihre Installation ist gratis, sie haben gesonderte Angebote für gewerbliche Nutzer und bieten eine Alternative, falls mal das Internetvolumen aufgebraucht ist.

Gemeinden mit Handy-Parkplatzbewirtschaftung

Bludenz

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

Gargellen

Hard

Hohenems

Lauterach

Lochau

Lustenau

Schnifis

Schruns

Übersaxen

Wolfurt

“Über das größere Angebot können Autofahrer jene App auswählen, die am besten ihren Bedürfnissen entspricht. Zudem sichert der Wettbewerb Preiseffizienz und fördert Innovationen”, nennt Gemeindeverbandspräsidentin und Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zwei Vorteile der Ausweitung. Denkbar sei, den Dienst noch auf weitere Anbieter auszudehnen.

Für Bestandskunden ändert sich wenig

Bestehende ParkNow-Kunden können das Service aber zu denselben Konditionen wie bisher verwenden. Genauere Informationen erhalten sie direkt über ihre App. In den nächsten Tagen wird sich auf der Webseite www.v-parking.at ein Vergleich der verschiedenen Apps und deren Preismodelle finden. Wir haben die drei Apps anhand der verfügbaren Informationen verglichen:

Diese drei Apps erlauben künftig bargeldloses Parken

EasyPArk

Der größte der drei Anbieter. Das Angebot umfasst in Europa 20 Nationen und 2200 Städte, global sind es 3200 Ortschaften in 25 Nationen. Seit Anfang Februar werden die bisherigen ParkNow-Nutzer in Vorarlberg auf Easypark umgestellt.

Alleinstellungsmerkmal: Angekündigt ist eine Suchfunktion für E-Tankstellen. In manchen Großstädten gibt es ein integriertes Parkleitsystem

Kosten: Mindestens 29 Cent, ansonsten 15 Prozent der Parkgebühren pro Parkschein. SMS-Erinnerung 15 Cent. Für Vielparker gibt es ein Abomodell um 1,99 Euro im Monat

Bezahlung: Per Kreditkarte, Paypal oder Lastschrift möglich

Wenn das Internet streikt: Alternative per Telefonanruf

Diese drei Apps erlauben künftig bargeldloses Parken

Parkster

Sieht sich als einer der großen Vordenker der Branche. Hat seine Wurzeln in Schweden, seit 2018 in Deutschland großflächig vertreten. In Österreich ist es in einigen wenigen Ortschaften, so auch St. Anton am Arlberg, bereits präsent. Insgesamt sind es 450 Gemeinden, in denen Parkster genutzt werden kann. Die App kann mehrere Kennzeichen separat verwalten.

Alleinstellungsmerkmal: Mit Parkster Plus gibt es kostenpflichtige Zusatzservices. Diese umfassen eine Überzahlhilfe (eine Erinnerung beim Wegfahren, dass das Parken noch nicht beendet wurde), ein Familienkonto, Belegnachweise und ein CO2-Programm.

Kosten: Die App wirbt damit, keine Servicegebühren zu verlangen. Parkster Plus liegt bei 39 Cent pro Parkschein

Bezahlung: Am Ende des Monats gesammelt, entweder per Kreditkarte oder Überweisung

Wenn das Internet streikt: SMS

Diese drei Apps erlauben künftig bargeldloses Parken

Handyparken

Ein Angebot von A1, mit reinem Fokus auf Österreich.

Alleinstellungsmerkmal: Die App unterscheidet zwischen Kurzparkzonen und Parkplätzen bei der Berechnung der Servicegebühren

Kosten: Kurzparkzonen von 0 – 18 Cent, Parkplätze 24 Cent. Für Vielparker gibt es Abomodelle um 2,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro im Jahr.

Bezahlung: Grundsätzlich per Paybox oder Handyrechnung, in Wien kann die Kurzparkzone noch per Onlinebanking und Kreditkarte bezahlt werden.

Wenn das Internet streikt: SMS

Anmerkung: Ursprünglich war bei den Kosten pro Buchung fälschlicherweise von Euro statt Cent die Rede. Dies wurde korrigiert.

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