Skoda Kodiaq im Test: Aufgehübschter Tscheche im XL-Format

Mobilität / 27.03.2022 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Skoda Kodiaq im Test: Aufgehübschter Tscheche im XL-Format
Frische Optik, optimierte Technik: Skoda hat seinem großes SUV, dem Kodiaq, ein Update spendiert. VN/Steurer

Der Kodiaq ist für Skoda eine Erfolgsgeschichte. Das große SUV wurde nach gut vier Jahren aufgewertet.

Schwarzach Mit dem Kodiaq wurde eine neue Ära von SUV-Modellen der tschechischen Volkswagen-Tochter Skoda eingeläutet. Das war 2016. Die SUV-Familie ist inzwischen gewachsen, hat sich prächtig entwickelt. Unverändert gut sind die Verkaufszahlen des Topmodells. Seit der Markteinführung hat sich der Kodiaq weit über 600.000 Mal verkauft. Im Vorjahr, in der Mitte des Lebenszyklus, wurde der XL-Tscheche aufgehübscht. Das Facelift, das der Hersteller selbst als Update bezeichnet, ist auf den ersten Blick wenig umfangreich ausgefallen. Warum viel ändern, wenn sich ein Modell gut verkauft. Der Fokus lag folgerichtig beim Optimieren. Technisch verfeinert und optisch aufgefrischt steht die überarbeitete Version mit unveränderten Tugenden beim Skoda-Händler.

Wir haben für unseren Test den 200 PS starken Diesel ausgefasst, der serienmäßig an ein 7-Gang-DSG-Getriebe gekoppelt ist. Angetrieben werden alle vier Räder. Der Antritt ist nach einer gefühlt ewig langen Gedenksekunde kraftvoll. 400 Nm Drehmoment sorgen für reichlich Vortrieb. Übertrieben temperamentvoll gibt sich das große SUV nicht, dafür souverän und kultiviert. Volkswagen hat die Aggregate der neuen EVO-Generation auf Effizienz getrimmt. Sauberer sollen sie dank der überarbeiteten SCR-Abgasnachbehandlung sein, sparsam sind sie auch. Mit unter sieben Litern im Test (6,4 l Normverbrauch) gibt sich der Kodiaq für dieses Format als Sparefroh.

Großzügige Platzverhältnisse

Technisch ist der große Tscheche ein enger Verwandter des VW Tiguan, mit dem er die Plattform teilt. In der Länge unterscheiden die beiden allerdings Welten. 20 Zentimeter mehr (4,7 Meter) sorgen für reichlich Platz auch in der zweiten Sitzreihe und je nach Wunsch für einen riesigen Kofferraum oder zwei zusätzliche Kindersitze in Reihe drei. Das enorme Platzangebot ist unverändert die große Stärke des Kodiaq.

Die einzige ist es nicht. Der Innenraum überzeugt mit guter Verarbeitung und sehr ordentlichen Materialien. Mit dem Update sind auch Ledersitze mit Belüftung und Massagefunktion erhältlich, da schielt der Tscheche in Richtung Oberklasse.

Noch ein bisschen mehr digital, zusätzliche Assistenzsysteme, ein aufgewertetes Bediensystem, freilich auch große Touchscreens – State of the Art nennt man das. Skoda kann sich aus den gut gefüllten Konzernregalen nach Herzenslust bedienen. Das treibt dann wenig überraschend auch die Preise kräftig nach oben. So wären für den gut ausgestatteten Testwagen 68.500 Euro fällig. Ein Schnäppchen ist der Kodiaq nicht.

So schaut er auch nicht aus. Die Aufwertung in Details wie dem Kühlergrill oder den schmalen Scheinwerfern tragen auch optisch zum hochwertigen Gesamteindruck bei.

Skoda Kodiaq Style 4×4 2.0 TDI

Motor/Antrieb 2-Liter Diesel mit 200 PS, 400 Nm; 7-Gang-Automatik-Getriebe, Allradantrueb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 7,6 Sekunden, 213 km/h Spitze, 6,4 l Verbrauch (6,9 l im Test)

Preis ab 54.380 Euro; Testwagen 68.499 Euro