Elektrisch auf der Rennstrecke: Sportwagen-DNA für Batterieautos

Mobilität / 09.10.2022 • 08:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Mit dem Audi RS E-Tron GT auf dem Salzburgring. <span class="copyright">Houdek</span>
Mit dem Audi RS E-Tron GT auf dem Salzburgring. Houdek

Performance gehört zur DNA von Audi. Das gilt auch für die elektrische Zukunft.

Salzburg Auf der Start-Ziel-Geraden des Salzburgrings beschleunigen ein halbes Dutzend Sportcoupés auf über 200 Stundenkilometer, bremsen sich vor der ersten Schikane wieder kräftig ein. Die Strecke trocknet auf. Es ist nur noch das Heck des letzten Autos zu sehen. Stille. Wer schon mal in einer „Silent Disco“ war, kann sich das ungewöhnliche Spektakel in etwa vorstellen. Motorsport ohne Ton.

Audi RS E-Tron GT: 0 auf 100 in 3,3 Sekunden. <span class="copyright">Houdek</span>
Audi RS E-Tron GT: 0 auf 100 in 3,3 Sekunden. Houdek

Audi schickt sein elektrisches Flaggschiff auf den Ring. Der RS E-Tron GT ist vom Rennsport inspiriert. Performance gehört bei Audi zur Marken-DNA und auch in der elektrischen Zukunft nicht der Vergangenheit an. Wie viel Motorsport in einem Batterieauto stecken kann, demonstrieren die Ingolstädter bei der Audi Driving Experience.

Audi RS E-Tron GT: 598 PS Leistung und Allradantrieb. <span class="copyright">Houdek</span>
Audi RS E-Tron GT: 598 PS Leistung und Allradantrieb. Houdek

Mit 598 PS Leistung und einer Beschleunigung auf Tempo 100 in 3,3 Sekunden ist die sportliche Mitgift rasch ausgemacht. Praktisch lautlos brettert das fünf Meter lange Sportcoupé mit mächtigen Akkus im Unterboden um den Kurs. Der tiefe Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung von 50 Prozent auf der Vorderachse und 50 auf der Hinterachse sorgen für eine feine Balance: kaum Unter- oder Übersteuern. Allradantrieb und Allradlenkung, eine geregelte Hinterachsdifferenzialsperre und die Luftfederung helfen von Kurve zu Kurve.

Mit der "Audi Driving Experience" auf dem Salzburgring. <span class="copyright">Houdek</span>
Mit der "Audi Driving Experience" auf dem Salzburgring. Houdek

Trotz Höchstgeschwindigkeiten und ambitionierten Fahrmanövern fühlt sich so eine Runde auf der Rennstrecke wie eine Spazierfahrt an. Kontrolliert schnelles Fahren, das kann die sportliche Speerspitze der E-Flotte von Audi überzeugend gut. Bei 250 km/H ist Schluss. An kaum einem anderen Ort könnte der RS E-Tron GT so eindrucksvoll zeigen, was er zu leisten im Stande ist, wie hier. Oft wird man ihn auf der Rennstrecke dennoch nicht antreffen. Mit einem Leergewicht von 2,42 Tonnen ist der Batteriesportler einfach zu schwer.

Legendärer 10-Zylinder-Motor

V10 mit 620 PS Leistung. Der Audi R8 fühlt sich auf der Rennstrecke zu Hause. <span class="copyright">Houdek</span>
V10 mit 620 PS Leistung. Der Audi R8 fühlt sich auf der Rennstrecke zu Hause. Houdek

Mit 750 Kilogramm weniger und 22 PS mehr empfiehlt sich der Audi R8 schon eher als Stammgast auf dem Rundkurs. Was die beiden verbindet, sind die sportlichen Gene. Die Marke mit den vier Ringen kann Performance sowohl mit Antrieben der Zukunft wie auch mit den herkömmlichen Verbrennern. Gewöhnlich ist das freilich nicht, was vom Heck aus unter der Glashaube des Sportwagens zu sehen ist. Hier arbeitet der legendäre 10-Zylinder von Audi.

Audi R8 Performance quattro: 0 auf 100 in 3,1 Sekunden. 331 km/H Spitze. <span class="copyright">Houdek</span>
Audi R8 Performance quattro: 0 auf 100 in 3,1 Sekunden. 331 km/H Spitze. Houdek

Wenn er zum Leben erweckt wird, ist es vorbei mit der Ruhe am Ring. Da gibt es 620 PS Leistung ungefiltert auf die Ohren. Von 0 auf 100 vergehen nur 3,1 Sekunden, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/H ist der R8 der schnellste Audi. Mehr Motorsport geht nicht in einem Fahrzeug mit Straßenzulassung. Während das elektrische Sportcoupé mit besten Manieren auch im Grenzbereich glänzt, ist der R8 aus anderem Holz geschnitzt. Die flache Flunder ist zwar gut kontrollierbar, aber nicht zwingend gutmütig.

Fahrspaß eine Nummer kleiner

Audi RS 3: Kompaktsportler mit 400 PS Leistung. <span class="copyright">Houdek</span>
Audi RS 3: Kompaktsportler mit 400 PS Leistung. Houdek

Deutlich alltagstauglicher fährt mit dem RS3 ein weiteres Modell mit sportlichen Ambitionen auf dem Salzburgring vor. Legendär ist auch sein Motorenkonzept. Im Gegensatz zum R8 kommt der Kompaktsportler mit der Hälfte an Zylindern, also deren fünf aus. Nur halb so viel Fahrspaß bedeutet das aber keineswegs. 400 PS und 100 Kilogramm weniger auf den Rippen (1570) sorgen für eine sehr ansprechende Fahrleistung. 3,8 Sekunden von 0 auf 100 und 290 km/H Spitze: egal ob elektrisch, mit zehn Zylindern oder mit fünf: RS-Modelle von Audi leben die Motorsport-DNA der Marke bei gleichzeitig höchster Alltagstauglichkeit im Straßenverkehr.

Schicker Sportler mit mächtig Power. <span class="copyright">Houdek</span>
Schicker Sportler mit mächtig Power. Houdek

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