Ursache der Tunnelsperren noch unklar

Mobilität / 07.11.2022 • 16:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ursache der Tunnelsperren noch unklar
Die Tunnelwarte in Hohenems hatte keinen Zugriff mehr auf die Tunnel in Vorarlberg. VN/Hartinger/Steurer Archiv

Am Montagmorgen ging in 166 Tunnel in ganz Österreich nichts. Der Arlbergtunnel war bis 14 Uhr gesperrt.

Hohenems, Wien Am Montagvormittag ging durch den Arlbergtunnel gar nichts mehr. Doch auch bei den anderen von den Asfinag betreuten Tunnel gingen um 9 Uhr kurz die Tunnelsperresignale an.

Schuld waren Probleme bei der Steuerungstechnik der Verkehrsbeeinflussungsanlagen in den Tunnel durch einen internen Netzwerkausfall, 166 Tunnel in ganz Österreich waren betroffen. Die Ursache war am Montagmittag noch unklar, räumt Asfinagsprecher Alexander Holzedl ein. Das Problem werde genau analysiert.

Der Pfändertunnel konnte recht schnell wieder freigegeben werden. <span class="copyright">VN/HArtinger</span>
Der Pfändertunnel konnte recht schnell wieder freigegeben werden. VN/HArtinger

Aufgrund des Netzwerkausfalls konnten die zentralen Tunnelwarten im gesamten Bundesgebiet nicht mehr auf die Sicherheitstechnik zugreifen. “So wären die Tunnelwarten nicht informiert worden, wenn ein Fahrzeug in eine Rettungsbucht einfährt und hätten nicht reagieren können”, erklärt Holzedl. Die Tunnel sind aufgrund des technischen Defekts automatisch in einen Notbetrieb gegangen. Das Resultat: gelb blinkende Portalanzeigen oder direkt absolute Tunnelsperren.

Von Hohenems aus werden in Vorarlberg alle Tunnel überwacht. Dies war am Montagvormittag nicht mehr möglich. <span class="copyright">VN/HARtinger Archiv</span>
Von Hohenems aus werden in Vorarlberg alle Tunnel überwacht. Dies war am Montagvormittag nicht mehr möglich. VN/HARtinger Archiv

Die Asfinag musste am Vormittag daher jeden einzelnen Tunnel anfahren und die Kontrolle vor Ort wiederherstellen, etwa indem die lokale Tunnelwarte in Betrieb genommen werden konnte. Wo dies gelang, wurden die Tunnel wieder freigegeben. So war es auch beim Pfändertunnel bei Bregenz.

Der Arlbergtunnel blieb bis 14 Uhr aus Sicherheitsüberlegungen gesperrt. <span class="copyright">VN Archiv</span>
Der Arlbergtunnel blieb bis 14 Uhr aus Sicherheitsüberlegungen gesperrt. VN Archiv

Bei drei Tunnel war dies nicht möglich. Der Roppener und der Perjen Tunnel im Tirol waren bis etwa 13 Uhr gesperrt, der Arlbergtunnel sogar bis 14 Uhr. “Zuvor konnte keine hundertprozentige Funktionalität sichergestellt werden”, erklärt Holzedl, warum bei den drei relativ langen Tunnel kein Risiko eingegangen wurde. Beim Arlberg gelang es aufgrund des guten Wetters, selbst die Lkw über den Pass umzuleiten. So ließen sich gröbere Staubildungen vermeiden.

Die Folge war jedoch vielerorts Stau, in Oberösterreich ereignete sich im Zug der Sperren ein Unfall. Die Verkehrssicherheit sei jedoch in den Tunnel selbst nicht beeinträchtigt gewesen, betonte die Asfinag. Sicherheitseinrichtungen wie etwa die Lüftung “funktionieren autark und würden im Falle eines Ereignisses automatisch starten”. Sie seien daher “zu jeder Zeit 100 Prozent betriebsbereit”.

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