So gut ist das Elektro-SUV iX3 von BMW

Mobilität / 19.11.2022 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
SUV mit Batterieantrieb: Blaue Akzente an Front und Heck verraten, dass es sich um einen elektrischen BMW handelt. <span class="copyright">VN/Rhomberg</span>
SUV mit Batterieantrieb: Blaue Akzente an Front und Heck verraten, dass es sich um einen elektrischen BMW handelt. VN/Rhomberg

VN-Test: BMW hat sein Elektro-SUV iX3 optisch überarbeitet und bei der Effizienz der Batterie kräftig nachgelegt.

Schwarzach Elektroautos müssen nicht aussehen, wie von einem anderen Stern. Der i3 von BMW war noch so sein Auto. Das erste rein elektrische Fahrzeug des Münchner Autobauers tanzte optisch aus der Reihe, hatte kaum Ähnlichkeiten zu den konventionell angetriebenen Modellen der Marke. Davon ist BMW mittlerweile abgekommen. Mit dem iX3 gibt es seit Anfang 2021 einen elektrischen Ableger des etablierten Mittelklasse-SUV X3, der auf dessen Design basiert.

Das Elektro-SUV orientiert sich optisch am konventionell angetriebenen X3.
Das Elektro-SUV orientiert sich optisch am konventionell angetriebenen X3.

Nach nur wenigen Monaten am Markt haben die Bayern beim Elektro-SUV optisch ein wenig nachgeschärft. Der neue Auftritt fällt in Summe dank serienmäßigem M Sportpaket athletischer aus. An der Front ist die BMW-Niere gewachsen, die Scheinwerfer wiederum sind flacher geworden. Neuerungen gibt es auch am Heck. Vorne wie hinten verraten farbliche Akzente im typischen BMW-i-Blau, dass es sich um ein Elektrofahrzeug des Herstellers handelt.

Großzügige Platzverhältnisse und feinste Materialien prägen den Innenraum.
Großzügige Platzverhältnisse und feinste Materialien prägen den Innenraum.

Genauer gesagt, um einen Stromer mit eDrive Technologie der bereits fünften Generation. Seit dem Einstieg ins Elektrozeitalter 2013 hat sich bei BMW viel getan. Mit der jüngsten Entwicklungsstufe wurden seltene Erden aus dem Fahrzeug verbannt, der Kobalt-Anteil in den Akkus um zwei Drittel reduziert und die Leistungsdichte um 30 Prozent verbessert. Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe sitzen erstmals gemeinsam im zentralen Gehäuse, das wiederum “Made in Austria” ist. Es wird, wie auch das Wechselstrom-Ladeequipment und die Gesamtfahrzeugkühlung, im BMW-Werk Steyr gefertigt.

Im Bestfall lässt sich die Batterie in 31 Minuten von 0 auf 80 Prozent laden.
Im Bestfall lässt sich die Batterie in 31 Minuten von 0 auf 80 Prozent laden.

Das Antriebspackage sorgt für feinste Fahrleistungen. 286 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm sind Garant für ein zügiges Vorankommen. So beschleunigt das heckgetriebene SUV in 6,8 Sekunden von 0 auf 100. Die Reichweite, nach Testzyklus WLTP ermittelt, liegt bei 460 Kilometern. 400 Kilometer waren im Praxistest der VN drin. Ganz ordentliche Werte für ein Fahrzeug dieser Größenordnung.

2,2 Tonnen wiegt das SUV. Dank des niedrigen Schwerpunkts steht der Stromer seinen konventionell angetriebenen Modellbrüdern bei der Fahrdynamik in nichts nach. Die Fahrcharakteristik kann aber durchaus eine andere sein. So lassen sich verschiedene Fahrprogramme wählen, die Einfluss unter anderem auch auf die Rekuperation haben. Die Intensität lässt sich in weiteren drei Stufen einstellen, womit auch das „Ein-Pedal“-Fahrgefühl realisierbar ist. Das Bremspedal braucht es dann kaum mehr. Das können die Verbrenner nicht.

Bestnoten für den iX3

Beim Rekuperieren lädt sich die Batterie. Ein bisschen zumindest. Fürs Vollladen braucht es freilich eine externe Stromzufuhr. An Wechselstromanschlüssen lässt sich der 80 kWh-Akku in 7,5 Stunden laden. Schneller geht es mit Gleichstrom, wo eine Ladeleistung von bis zu 150 kW möglich ist. In der Praxis lassen sich so in 10 Minuten 100 Kilometer Reichweite nachladen. 0 auf 80 Prozent sind in einer halben Stunde drin. Der iX3 ist ein Elektro-SUV, das wie ein SUV aussieht. Die Fahreigenschaften sind prima, die Reichweite ordentlich. Der Münchner Stromer verdient jedenfalls Bestnoten.

BMW ix3

Motor/Antrieb E-Aggregat mit 286 PS, 400 Nm, Heckantrieb, 80 kWh-Akku, 460 km Reichweite

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 6,8 Sek.; Spitze 180 km/H. Verbrauch 18,9 kWH; Test: 21,2 kWh

Preis ab 59.990 Euro, Testwagen: 79.208 Euro

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