Die Eleganz der Zeitlosigkeit

Motor / 22.03.2013 • 13:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auf 4,696 Metern Länge offeriert der Opel Cascada offenen oder geschlossenen Reise-Raum für vier Personen. Fotos: werk
Auf 4,696 Metern Länge offeriert der Opel Cascada offenen oder geschlossenen Reise-Raum für vier Personen. Fotos: werk

Opel steigt neu ein ins offene Segment mit einem eleganten Stoffdach-Cabriolet.

Opel. Der Frühling des Jahres 2013 wird in die Geschichte eingehen. Zwar kaum als einer, der besonders früh gekommen ist, für Opel jedoch als einer, der – nach längerer Pause – wieder im Zeichen eines Frühjahrsboten in Form eines neuen Cabriolets steht. Das haben die Rüsselsheimer Cascada getauft, um zu manifestieren, dass es eine komplette Eigenentwicklung ist.

Kein direkter Vorgänger

Neu konstruiert und neu zusammengestellt ist alles. Der Cascada hat keine Coupé- oder eine andere Basis und keine direkten Vorgänger. Auch nicht, was die Plattform betrifft. Diese besteht aus Komponenten des Astra und des Insignia. Das Karosserie-Design folgt dem Schnitt eines klassischen Cabrios. Die Seitenlinie steigt steil an und trägt ein Stoff-Verdeck. Das stammt aus Österreich. Die fünfzig Kilo leichte Falt-Haube kommt von Magna Steyr.

Der aufmachbare Opel erstreckt sich auf einer imposanten Länge von 4,696 Metern. Damit überragt er die Kompaktklasse und ragt in die Mittelklasse hinein. Dadurch bietet er reichlich Raum für vier Openair-Ent­husiasten und offeriert bei – in 17 Sekunden auf Knopfdruck in der Mittelkonsole oder auf der Fernbedienung – aufgemachtem Verdeck einen mit 280 Litern passabel großen Kofferraum.

Wird das luft- und schalldichte Dach geschlossen, was in 19 Sekunden erledigt ist, kommen weitere hundert Liter dazu. Legt man die 50:50 teilbaren Lehnen der Fond-Bank um, darf das Ladevolumen 650 (offen) respektive 750 Liter (geschlossen) betragen.

Im Kapitel Antriebe legt ebenfalls Österreichisches eine Basis: Das Einstiegs-Triebwerk, ein 1,4-Liter-­Turbobenziner, stammt von GM Powertrain in Wien-Aspern, und es leistet wahlweise 120 oder 140 PS. Dazu kommt ein weiteres Otto-Aggregat: ein 1,6-Liter-Turbo mit 170 PS. Der erweist sich nach einer kleinen Nachdenkpause im niedrigen Drehzahlbereich als kraftvoller Antreiber für den doch ab 1700 Kilo gewichtigen Deutschen, dem auch die Kombination mit Sechsstufen-Automatik gut zur mächtigen Figur steht – im Sinne gelassenen Cruisens mit der Option auf Ampelstarts und flotte Überholmanöver. Noch drehmoment-stärker wird das vonstatten gehen mit den Dieseln, auf alle Fälle mit dem 165-PS-Zweiliter, besonders mit der 195 PS starken BiTurbo-Version des 2,0-Vierzylinders.

Opel will im Cascada Premium-Flair zum Kompaktklasse-Tarif bieten und liefert dafür ab der Basisvariante „Edition“ serienmäßig unter anderem Heck-Einparkhilfe, Dachentriegelungs-Fernbedienung und Alu-Räder mit. Die zweite Ausstattungsstufe kostet jeweils 2700 Euro mehr und reichert die Mitgift neben anderem mit Parkpilot vorne, elektrisch betätigtem Gurt-Zuführer und Zweizonen-Klimatisierung an. Ordert man dann noch beheizbare Sitze und beheizbares Lenkrad dazu, kann man trotz der verzögerten Ankunft des Frühlings zeitlos elegant und entspannt das Dach aufmachen.

Elegant, ob offen oder geschlossen.
Elegant, ob offen oder geschlossen.
Opel-typisches Interieur bietet reichlich Raum.
Opel-typisches Interieur bietet reichlich Raum.

Fakten

Opel Cascada

» Motoren/Antriebe: Benziner:
1,4 l Turbo mit 120 und 140 PS,
1,6 l Turbo mit 170 PS, Diesel: 2,0 l mit 165 PS, BiTurbo mit 195 PS

» Preise: ab 28.990 Euro laut Liste, ab 26.490 Euro zur Einführung.

» Marktstart: Auslieferung ab Anfang April.