„Österreich hat uns im letzten Jahr Spaß gemacht“

Motor / 22.03.2013 • 14:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Axel Strotbek, Finanzvorstand von Audi, im VN-Gespräch.
Axel Strotbek, Finanzvorstand von Audi, im VN-Gespräch.

Audis Finanzvorstand blickt zufrieden auf das abgelaufene Jahr und zuversichtlich auf 2013.

Ingolstadt. (VN-toh) Obwohl die Stimmung in Europa am Automarkt gedrückt bleibt, hat sich Audi in Österreich, laut Axel Strotbek, prächtig entwickelt.

Herr Strotbek, außerhalb Europas boomt der Automarkt, wie lange hält das Tief in Europa noch an?

Axel Strotbek: Die Anspannung in Europa werden wir eine Weile spüren. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die noch umgesetzt werden müssen. Der Markt ist es sehr volatil. Hier können wir aber mit vielen neuen Produkten punkten, die in der nächsten Zeit kommen werden.

Wie hat sich Audi am österreichischen Markt im Vorjahr behauptet?

Axel Strotbek: Österreich hat uns auch Spaß gemacht. In Österreich ist es für uns sehr erfolgreich gelaufen. Wir konnten uns wesentlich besser entwickeln als der Markt. Da hat Audi sicherlich der Q3 weitergeholfen. Aber wir sind fast quer durch alle Fahrzeugklassen in Führung. In Österreich hilft da unser Engagement bei den Salzburger Festspielen oder im Skiweltcup. Der Skisport ist fast schon ein Synonym für Audi, und wie wir Sportlichkeit auf vier Räder bringen.

Ihr Umsatz ist sehr stark gestiegen, das Ergebnis ist eher stabil geblieben. Ist der Plafond erreicht?

Axel Strotbek: Wir haben 2012 höhere Vertriebskosten gehabt. Das ist zu einem großen Teil unserem Volumenwachstum geschuldet, zum anderen Teil höheren Vermarktungskosten in Verbindung mit der Einführung neuer Modelle. Zudem sind wir bei vielen Projekten mit hohen Investitionen in Vorleistung gegangen, von denen wir erst in Zukunft profitieren werden.

Was ist in Sachen Umsatzrendite noch drinnen mit der Gleichteilestrategie und dem modularen Querbaukasten?

Axel Strotbek: Das ist natürlich ein riesen Asset von uns, das Sie da ansprechen. Die Plattform, auf der die A3 Limousine stehen wird, nutzen wir schon für den A3-Dreitürer oder den A3 Sportback. Da haben wir einen Hebel im Konzern, der zu geringeren Aufwendungen führt. Angesichts unserer hohen Vorleistungen wollen wir 2013 am oberen Ende unseres strategischen Zielkorridors von 8 bis 10 Prozent Umsatzrentabilität angelangen.